Mittwoch, 30. November 2011

Anfechtungen

Anfechtungen sind oft plötzliche Attacken der unreifen, ja bösen unsichtbaren Geistigen Welt. Wie wir in früheren Aufsätzen schon gesehen haben, sind wir natürlichen Menschen in unseren Sphären immer, ohne Unterlass, von geistigen Wesen begleitet. Wenn nun die Seele und damit auch das Fleisch noch nicht gänzlich durchgeistigt (volle Wiedergeburt) ist, so üben immer auch unreine, ja sogar böse Wesen, welche einen oft nicht geringen Einfluss auf unser Seelenleben haben, ihre oft nicht geringe geistige Macht auf uns aus.

Je tiefer, fester und intensiver die persönliche Beziehung zu Jesus durch eine konsequente Nachfolge wird, desto mehr auch nehmen die Angriffe der unreinen Geistigen Welt zu! Brüder und Schwestern in baptistischen Gemeinden, welche noch zum großen Teil in und an der Welt hängen, haben kaum mit solchen Angriffen zu rechnen, ihre Anfechtungen halten sich in Grenzen.

Wer nun die volle Wiedergeburt anstrebt und demzufolge mit dem Fürsten dieser Welt ganz gebrochen hat, ist stärkeren Attacken ausgesetzt, denn Satan hat mittels des ihm gehörenden menschlichen Fleischen ein kleines Anrecht auf den Menschen. Sich ihm zu entziehen heißt, sich dem Fleisch zu entziehen. Und sich dem Fleisch zu entziehen, weil dieses eben dem Fürstentum der Welt gehört, heißt, sich den Einflüssen des Fleisches, den Begierden, den Leidenschaften, den alten Angewohnheiten zu entziehen. Befindet man sich nun in diesem Prozess des Entzuges, so wird auch der Gegenzug eben von Seiten  des Fleisches und seiner ganzen gefallenen geistigen Welt sicht- und spürbar. Die Welt der Vergänglichkeit und der Materie muss sich wehren, wenn ein Teil "abfallen" will! Durch dieses Wehren, dieses Zurückziehen in die Materie in allen ihren Formen, ist dadurch zu erklären und darf uns deshalb nicht verwundern, wenn Seelen in höherer geistiger Reife auch mehr Attacken und Angriffe zu erleiden haben.

Diese Anfechtungen können gar arg werden. Ich erhalte oft Briefe von Geschwistern welche in der konsequenten Nachfolge stehen, dass sie bis zur Grenze des Ertragbaren versucht werden, dass Angriffe auf allen Ebenen stattfinden, auf körperlicher, seelischer und oft auch wirtschaftlicher  Ebene. Ich selbst erlebe das in beinahe "unerträglicher" Weise und manchmal könnte man meinen, die Verzweiflung wäre nicht mehr weit! Wo ist nun Gott? Lebt Jesus wirklich? Wieso passiert das gerade mir, ich stehe doch im Glauben! Werden Gebete wirklich erhört oder ist alles nur Einbildung? Solche und weitere schmerzliche Fragen kommen dann ganz gerne und schnell in einem hoch. Bei vielen grenzen die quälenden Zweifel schon fast an Depression.

Jeder Bruder und jede Schwester, welche das ihm verliehene oder sogar von ihm erbetene (!) Kreuz willig und dankbar  auf sich genommen hat, wird dann zu guter Letzt mit solchen Anfechtungen "beglückt" und beschenkt. Weltliche und glaubensschwache Seelen können sowas natürlich nicht begreifen, weil diese Tatsache jenseits des logischen Verstehens ist. Aber Angriffe, Attacken und Anfechtungen gehören mal wie im natürlichen Leben eine Universität zur Ausbildung, beziehungsweise zur geistigen Reife.

Anfechtungen sind nicht nur Prüfungen, sondern vor allem Lektionen. Fällt man in einer Anfechtung, so ist nichts verloren, wenn man danach wieder aufsteht. Aber man ist um Erfahrungen reicher, und der Glaube, oder vielmehr das erlebte Wissen um die Heilige Gegenwart Gottes in uns, nimmt zu und kann auf diese Art und Weise wachsen.

Der Glaube kann und wird deshalb wachsen, weil wir in diesen Geistigen Kämpfen nicht mehr mit unserer Seelischen Kraft kämpfen können, also weil wir, wenn wir auf uns selbst vertrauen, mit unseren Möglichkeiten sehr schnell am Ende sind. Solche Kämpfe müssen sein, um unsere persönliche Begrenztheit kennen zu lernen und selbst erfahren, dass wir aus uns nichts können und nichts sind. Das nur zu wissen, nützt nicht viel, wir müssen das selbst persönlich erleben – und das vielleicht nicht nur einmal! Wir müssen persönlich und oft schmerzvoll erleben, dass es andere Kräfte sind, nämlich die Himmlischen, die für uns einstehen, welche die großen geistigen Kämpfe kämpfen. Mit unseren natürlichen Augen können wir die unsichtbaren Gegner und deren Zusammenhänge nicht erkennen, aber die Himmlischen Wesen und Mächte, die können das. Uns sind die Himmlischen Diener beigegeben, dass sie uns dienen, schützen und führen. Auf sie können wir uns verlassen, weil diese nicht in ihrem eigenen Namen und ihrer eigenen Kraft wirken, sondern auf Anordnung, Im Namen und in der Kraft Jesu. Deshalb gehört auch Ihm alleine aller unser Dank und Liebe.

Wenn wir nun alleine nicht nichts mehr ausrichten können, wenn die Welt um uns herum zusammenbricht, dann, und nur dann, können wir die Hilfe des Himmels erleben. Und weil wir diese Hilfe immer erleben, so stärkt sich auch der Glaube, welcher dann zum Wissen über Dessen Existenz wird! Und ein solches Wissen kann uns dann nicht mehr erschüttern, auch wenn die reale und materielle Welt um uns herum eines schönen Tages wirklich und real zusammenbricht!

Deshalb, mein lieber Bruder und meine liebe Schwester, wenn Du Dich in einem momentanen finsteren Loch befindest, dann denke daran, dass Petrus auch aus eigener Erfahrung gewusst hat um was es geht, wenn er geraten hat:

"Freuet euch, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet!"



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.




Mittwoch, 23. November 2011

Wer das Kreuz liebt ...

Ausnahmsweise veröffentliche ich hier an dieser Stelle eine Kundgabe, ein Vaterwort, da es so wunderbar in unsere Themenreihe passt. Dieses Wort wie andere auch, wiedergegeben von Helga Maria kann heruntergeladen werden beim Herzverlag. Weitere Worte findet man auch auf der Seite "NO" auf diesem Blog

Wer das Kreuz liebt ...

1.      Wer das Kreuz liebt, Meine Kinder, hat den Sieg errungen, denn im Zeichen des Kreuzes werde Ich für euch siegen. Wer das Leiden liebt, siegt im Zeichen Meiner Geißelung und Meines Sterbens, gibt sein Ich auf, damit Ich in ihm auferstehe und siegen kann.

2.      Wer die Verachtung seiner selbst liebt, verleugnet sich bis auf den letzten Punkt und nimmt die Verachtung anderer ihm gegenüber an. So werde Ich die Achtung in ihm erringen, und er gibt Mir vollkommen die Ehre, lebt in Achtsamkeit, nur Mich zu lieben, zu ehren, aufzunehmen und in Mir zu leben.

3.      Wer das Leiden liebt, Meine Kinder, hat den Sieg errungen, denn er läßt Mich als den Sieger alles für ihn tun, was in Meiner göttlichen Macht für ihn bereitet ist, der ist im Schutze des Kreuzes und im Schutze des Innenlebens wahrhaft aufgehoben.

4.      Wer die Duldung liebt, liebt die Geduld und das Erdulden. Es entsteht kein Kampf mehr in ihm gegen die Unduldsamkeit der Welt ihm gegenüber, denn er duldet die Welt. Er duldet sie jedoch nur, insoweit sie ihn bedrängt und Ich in ihm den Schutzwall bilde, so daß die Welt in ihm die Geduld verliert und geht.

5.      Wer die innere Wachsamkeit und das Bitten liebt, in Mir wachen und beten zu wollen, der ist in der dunkelsten Nacht aufgehoben, und im schreiendsten Unrecht wird ihm recht gegeben von Mir. Denn wer das Unrecht der Welt auf sich nimmt und nicht mehr rechtet, wird von Mir aufgerichtet und ist in Mir ausgerichtet.

6.      So, Meine Kinder, ist der Lauf: Wer vollkommen in Mir aufgehen will, sollte das Leiden lieben lernen, sollte den Hiobsweg von innen heraus verstehen. Wer Mich liebt und Mir vollkommen gleichförmig werden will, sollte das Leiden mit Freude erdulden. Doch das Leiden ist nicht allezeit körperlich, sondern vor allem seelisch zu dulden, denn das Unverständnis der Duldung von Leiden gegenüber bringt Verachtung der Welt mit sich, und diese Verachtung bringt der Seele größeres Leid als die körperlichen Schmerzen, denn diese sind es nicht, die ihn zum Himmelreich bringen, sondern die Duldung, vollkommen in seinem Ich-Wesen abzusterben und dann aufzugehen im himmlischen Reich Meiner Duldsamkeit, Meiner Sanftmut, Meiner Geduld und Meiner Barmherzigkeit.

7.      Denn Meine Barmherzigkeit wird dann den Dulder krönen, und diese Krone des Lebens wird ihm schon hier auf Erden verliehen, und er ist in Mir allezeit geborgen und lebt wahrhaftig das Leben eines Nachfolgers, eines wahren Christen, der die Welt besiegt in sich mit der Liebe zum Leiden, zum Dulden und zur Selbstverleugnung. Dieser Sieg ist in ihm errungen und schenkt ihm die Demut, auf dieser Welt wahrhaft Beispiel zu geben als Braut Christi in Meiner Nachfolge.

8.      So befleißigt euch ihr, die ihr den inneren Weg gehen wollet und findet euch auch in der Nacht der Seele in der Gewißheit, das hellste Licht des Tages geistig schauen zu dürfen, auch wenn ihr es noch nicht schmecket und fühlet. Denn dieses innere geistige Schauen ist allein die Gewißheit Meiner barmherzigen und erlösenden Liebe zu euch, Meinen Kindlein.

Amen. Euer Vater Jesus, - Amen.

Mittwoch, 16. November 2011

Stetes Bewusstsein der Gegenwart Gottes

Wer sich vom Sünder zum Nachfolger Jesu verwandelt hat, der hatte oder hat mit viel Mühe und Not den Einflüssen aus dem Jenseits zu widerstehen versucht. Infolge des sündigen Lebens hatten die unreinen Wesen ein gewisses Anrecht auf die Seele, weil ihnen der Zugang zur menschlichen Sphäre auch nie verwehrt wurde, oder noch schlimmer: weil diese Einflüsse sogar willkommen waren. Dann, nach dem Wandel vom Leben in der Geistigen Finsternis zum Leben im Geistigen Licht, sind diese Altlasten noch immer vorhanden. Zum Teil versuchen diese Wesen ihren Einfluss auf sehr hartnäckige Art und Weise weiter auszuüben und wenn der Gläubige nicht auf der Hut ist, so kommt er auch immer wieder zu Fall.

Im letzten Aufsatz "Der Kampf gegen Süchte und Begierden" habe ich versucht, diesen Kampf für jeden nachvollziehbar zu machen. Nun gehen wir einen Schritt weiter und werden sehen, dass es gar nicht so schwer ist, sich auch den hartnäckigsten unreinen Wesen zu entziehen und sich von deren Einflüssen zu lösen.

Nun ist es aber unabdingbar, dass wir uns konsequent der im letzten Aufsatz schon erwähnten Gedankenkontrolle bedienen. Wir sollten fähig sein zu erkennen, welche Gedanken von der Welt kommen und welche aus dem Herzen Gottes. Wir sollten fähig sein zu entscheiden, welchen Gedanken wir nachhängen dürfen und welchen nicht.

Dabei gibt es einen spezifischen Gedanken, welche Gott einem jeden Menschen ins Herz legt und der stets mehr und mehr gestärkt werden will. Der Gedanke, direkt aus dem Herzen Gottes lautet:

Die Liebe Gottes, mit welcher Er seine Geschöpfe liebt, ist immer in dir, ist untrennbar mit dir verbunden!

Wenn Du, mein lieber Bruder oder Schwester, diesen Gedanken bewusst mit dir herumträgst, so geschehen wunderbare Dinge in und mit Dir! Wenn Dein Bewusstsein konsequent auf diesen Gedanken ausgerichtet ist, so ist das die Erfüllung des von Jesus geforderten Gebotes "liebe Gott mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte". Mehr braucht es nicht. Ist Dein Bewusstsein nur noch auf die innewohnende und von Dir untrennbare Göttliche Liebe ausgerichtet, so geschehen zuerst einmal zwei Dinge gleichzeitig.

Erstens ist es das einzige Ambiente, wo der Geist Gottes wirklich und für Dich und andere Menschen sichtbar wachsen kann. In diesem Herzensumfeld kann Er die Tiefen der Göttlichen Weisheit und der Wahrheit erforschen. Bald einmal erkennt die Seele dann mehr und mehr die Geistigen Zusammenhänge und wird weniger und weniger auf die Lehren von aussen angewiesen sein und sie erfährt selbst die Wahrheit, wie sie im 1. Joh. 2. 27 erwähnt wird: "Und ihr, die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand belehre, sondern wie dieselbe Salbung euch über alles belehrt und wahr ist und keine Lüge ist, und wie sie euch belehrt hat, so werdet ihr in ihm bleiben." Bleiben wir in der Stillen Zeit nur bei diesem einen Gedanken, dann werden wir uns plötzlich bewusst, dass das Reich Gottes, das Himmelreich, nirgendwo anders sein kann, als nur im eigenen Herzen!

Die Liebe Gottes kann uns niemals verlassen. Sie ist unabdingbar nötig, dass wir überhaupt im natürlichen Leben leben können. Jeder Pulsschlag, jeder Atemzug und jeder Schritt, den wir tun können, zeugt von dieser Liebe Gottes. Also ist es doch ein leichtes, sich dieser so nahen Liebe bewusst zu sein. Beim Bewusstwerden dieses Gedankens kommt dann ein Gefühl, ein Empfinden der Dankbarkeit hoch.

Nun versuchen wir, diesen Gedanken und dieses Empfinden bewusst zu halten, und wenn wir abgelenkt werden, sofort wieder darin zurückzukehren.

Werden wir uns auch bewusst, dass diese Göttliche Liebe nichts anderes als der Geist Gottes ist. Und der Geist Gottes in uns, der uns niemals verlassen kann, ist Christus!

Das stetige Bewusstsein der Heiligen Gegenwart Gottes schafft die einzigartige persönliche Verbindung zu Jesus Christus. Es gibt dann nichts mehr was wir tun, das wir ohne Ihn tun. Es ist sogar so, dass wir, wenn wir in dieser wunderbaren persönlichen Beziehung zu Ihm verweilen, für jede Tätigkeit dann automatisch nach Seinem Willen fragen. Tragen wir das Kreuz, dann tragen wir dieses Kreuz viel leichter, wenn wir bei jedem Schritt zu Ihm aufblicken und mit Dankbarkeit das annehmen, was Er uns in Seiner Weisheit auferlegt.

Ist Dein Bewusstsein nur noch auf die innewohnende Liebe Gottes ausgerichtet, so geschieht noch ein Zweites. Die verderblichen Einflüsse von den niederen und unreinen Wesen nehmen rapide ab. Da wo das Geistige Licht scheint, fühlen sich diese Geister nicht mehr wohl, ihnen ist die Finsternis lieber. Sie räumen das Feld kampflos. Allerdings muss ich schon darauf hinweisen, dass die Seele, wenn sie sich ganz und gar auf Jesus Christus ausrichtet, sehr wohl mit Anfechtungen zu kämpfen hat. Aber diese Anfechtungen sind dann wohl Grund zur Freude, denn jetzt, wo Jesus Christus so nah ist, sind diese Anfechtungen durchaus zu ertragen – zumal Er es ja ist, der uns beisteht!

Im täglichen geschäftigen Hin und Her ist es plötzlich nicht mehr so einfach, diesen einen Göttlichen Gedanken zu halten. Wenn der Alltag gar zu stressig wird, dann vergisst man ja bekanntlich alle guten Vorsätze. Und der Lebensfeind setzt nun alles daran, dass Du Dich auf Deine Tätigkeiten konzentrierst und alle Geistigen Übungen vergisst.

Da bleibt Dir wohl nichts anderes übrig, als tief in die Trickkiste zu langen. Es gibt dort eine Methode, mit der Du Deine Seele auf die neue Geistige Ausrichtung spielerisch leicht trainierst. Wir machen das so hier bei uns im Chácara bei den Fastenwochen, aber das kann jeder bei sich zu Hause, am Arbeitsplatz, auf Reisen oder wo auch immer.

Hast Du ein Mobiltelefon, dann vereinfacht sich die Sache wesentlich, weil Du die Weckfunktion gebrauchen kannst. Wenn nicht, so merke Dir den Ablauf von einer Stunde. Mehr oder weniger, so genau kommt es nicht darauf an. Immer bei voller Stunde setze Dich für eine (1) Minute hin und besinne Dich auf den oben erwähnten Gedanken der Göttlichen Liebe. Konzentriere Dich eine Minute und lasse alles liegen. Denke auch daran: "Alles was ich getan habe in der vergangenen Stunde ist weltlich und letztlich ohne Belang. Die Liebe Gottes ist das Einzige, was Leben birgt, das Einzige das letztlich zählt. Hilf mir, Jesus, dass ich die Welt und meine Tätigkeit mit Deinen Göttlichen Augen sehen kann. Amen!"

So, das wär's schon. Mehr braucht es nicht, alles weitere führt Dich dann der Geist Gottes. Er führt Dich auf diese Art und Weise, wie Du ihn unmissverständlich verstehen kannst. Verlasse Dich drauf! Er weiß, wie Du Ihn verstehst, deshalb vertraue Seiner Führung ganz und gar! Der Geist Gottes drängt Dich das Richtige zu tun und wenn Du Ihm gehorsam bist, dann tust Du den Willen Gottes.

Nach wenigen Tagen brauchst Du dann den Wecker nicht mehr, Deine Seele macht sich dann von selbst vom weltlichen Alltag frei und gedenkt der Liebe Gottes. Natürlich ist es nicht die Seele, sondern es sind die Engel, welche die Seele stupfen und sagen: Es ist Zeit, gedenke Seiner! Ich bedanke mich dann jeweils bei Jesus, dass er mich wieder ruft, wenn ich mich etwa wieder vergessen habe.

Dann, wenn du diese Übung konsequent über Tage, Wochen und Monate machst, vergisst Du Dich selbst immer weniger und bleibst mehr und mehr in Ihm. Den Segen wirst Du und alle Deine Mitmenschen genauso erleben wie David:

"Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht.  Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbächen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und was er macht, das gerät wohl." (Psalm 1, 1-3)





Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.










Mittwoch, 9. November 2011

Innerer Kampf gegen Süchte und Begierden

Der Kampf gegen die fleischlichen Begierden und Leidenschaften, gegen alte Gewohnheiten und auch Süchte ist ein Kampf der uns oft mutlos macht. Manchmal sind wir der Verzweiflung nahe, wenn wir im Bestreben sind, alteingesessene Süchte loszuwerden und immer wieder zurückfallen, uns immer wieder aus dem Gleichgewicht bringt.

Aber müssen wir denn diesen Kampf führen? Müssen wir denn diese Süchte und die mannigfaltigen Begierden unseres Fleisches loswerden? Sind wir denn nicht durch den Glauben geheiligt und haben wir nicht einen Fürsprecher im Himmel, wenn wir fallen? Warum denn diese Mühe und Not in einem fast aussichtslos scheinenden Kampf?

Dass wir diesen Kampf führen müssen, ist unbestritten, denn eine unreine Seele kann nicht ins Reich Gottes eingehen. Alle Süchte, Begierden und Leidenschaften sind Belange des Fleisches, und wessen Seele das Fleisch noch nicht überwunden hat, ist nicht heilig und stellt sich dem Wirken des innewohnenden Geist Gottes zwangsläufig entgegen. Ich möchte an dieser Stelle nicht alle Gründe aufzählen, weshalb die Seele alle diese Altlasten des sündigen Lebens überwinden muss, das habe ich schon öfters in anderen Aufsätzen darzulegen versucht. Hier geht es mehr um eine Hilfeleistung für diejenigen, die die Notwendigkeit dieses Kampfes einsehen. Wer aber noch an deren Dringlichkeit zweifelt, der lese Röm. 8 und Jak. 2.

Der Nachfolger Jesu setzt alles daran, sein Fleisch zu überwinden. In einem vorhergehenden Aufsatz haben wir gesehen, was das Fleisch, also die Materie, ist. Es ist Geist, gerichteter und gefestigter Geist. Deshalb sind diese Einflüsse auf die Seele derart stark. Dieser noch sehr unreine Materie-Geist wirkt über die Nerven auf die Seele. Wenn wir dies verkennen, wenn wir dies nicht glauben, so ist alle unsere Mühe vergebens und sind diesen Einflüssen schutzlos ausgesetzt. Wenn wir aber den Feind erkennen, dann ist er schon halb besiegt.

Süchte und Begierden sind direkte Einflüsse von aussen. Diese Einflüsse können verschiedene geistige Ursache haben. Manchmal sind es Dämonen, manchmal unerlöste verstorbene Seelen und manchmal Naturgeister. Im Prinzip spielt das für uns, die wir gegen deren "Manipulationen" angehen, keine Rolle. Es genügt zu wissen, dass es geistige Wesen sind, welche und peinigen. Ihre Einwirkungen geschehen über die Gedanken.

Gedanken und Empfindungen

Diese zwei Begriffe gehören eng zusammen. Jedermann hat schon die Erfahrung gemacht, wie unkontrollierbar die Gedanken sind. Mache eine Konzentrationsübung, stelle Dir zum Beispiel einen x-beliebigen Gegenstand vor; zum Beispiel eine brennende Kerze. Versuche diese Kerzen in Gedanken zu halten, ohne abzuschweifen. Du wirst dies auf Anhieb wohl kaum zehn Sekunden schaffen, Du findest Dich plötzlich in total anderen Gedanken wieder. Oder eine andere Übung, die noch weit besser ist: Halte die Liebe zu Jesus in Deinem gedanklichen Vordergrund während dem Du mit irgendjemandem Dich unterhältst. Bitte Jesus um Seine Worte, wenn Du mit jemanden sprichst. (Diese Übung sollst Du Dir übrigens sehr zu Herzen nehmen, denn das ist Leben aus dem Geist pur)! Mache diese Übung gleich einige Male und dann lese weiter …

Also Du siehst, wie wenig Macht Du über Deine vermeintlich eigene Gedanken hast. Das ist deshalb, weil die Gedanken von aussen angestossen werden. Welche Arten von Gedanken Du erhältst, bestimmst aber Du selbst. Und hier kommen Deine Empfindungen ins Spiel. Die Empfindungen kommen aus Deinem Herzen und bedeuten Deine (Vor-)Liebe. Findest Du einen Gedanken gut, dann spiegelt dies Deine Liebe wider. Zum Beispiel kommt da nach einem üppigen Essen das Gedankenbild eines Eises. Bei den meisten Menschen geht dann etwa folgendes vor: 'Wau! Welch gute Idee! Das gönne ich mir, denn das letzte Mal war das Schokoladeneis mit den Nüssen so hervorragend! Oder das Vorletztemal, dasjenige mit den frischen Erdbeeren … usw, usw.'  Hier beginnt das Nachhängen des einen Gedankens und man malt sich die verschiedenen Situationen vor, auch die Situation mit dem Beisein der jeweiligen Personen. Dieser Gedanke mit der sympathischen und wohligen Empfindung setzt nun den heißen Wunsch ab, eine solche angenehme Situation noch einmal zu erleben. Dieses banale Beispiel ist ein Muster, wie Gedanken Empfindungen erzeugen. Wir bekommen meistens Gedanken, welche auch eine wohltuende Empfindung hervorrufen kann. So sind die Gedanken-Eingeber, also die Wesen selbst solche, die sich mit denselben Empfindungen ergötzen können. Raucher erfahren ja oftmals am Tage, wie wohltuend der eingesogene Rauch in der Lunge sich ausbreitet und welche Wohltat in der Bauchhöhle anschliessend verspürt wird.  So verhält es sich auch mit der Spielsucht, der Einkaufssucht, der Trinksucht, der Sexsucht, der Esssucht  und allen anderen Süchten. Erst der Gedanke, der die Empfindung animiert, dann die Empfindung, welche weitere Gedanken animieren. Und so geht das fort, bis es eben unkontrolliert eine seelische Gefangenschaft ergibt.

Diese Gefangenschaft ist auch dann vorhanden, wenn es nicht bis zur Tat kommt. Schon das Nachhängen und das phantasievolle Ausmalen von Gedanken mit den dazugehörenden angenehmen Empfindungen ist eine solche Gefangenschaft. Sie ist ebenso gefährlich wie wenn es zur sündigen Tat kommt. Denn schon das blosse Nachhängen dieser Gedanken lässt im Herzen eine Scheinwelt entstehen, welche meist mit der geistigen und materiellen Welt nichts mehr zu tun hat. Je nach Veranlagung flüchtet sich die Seele dann schnell einmal in diese Scheinwelt, wenn von aussen her Unannehmlichkeiten nahen.

Den Kampf aufnehmen

Nun also, wie nehmen wir den Kampf gegen diese Gedanken und deren Empfindungen auf, wie werden wir diesen Lustreizen los und wie erhalten wir die Göttliche Kraft, diese zu überwinden?

Am besten wir "arbeiten" auf zwei verschiedenen Ebenen. Ich habe damit einen wunderbaren Erfolg erlebt und kann das meinen geliebten Brüdern und Schwestern nur wärmstens empfehlen.

Zuerst gilt es, die üblen und verführerischen aufsteigenden Gedanken sofort zu erkennen. Noch bevor irgendeine so vertraut angenehme Empfindung sich regen kann, schalten wir um in das Bewusstsein der Heiligen Gegenwart Gottes in uns. Wir schalten um in den Gedanken: "Gottes Heilige Liebe ist jederzeit in uns. Christus lebt in meinem Herzen und  Er will es lauter und makellos erhalten, denn die Sphäre wo Er sich aufhält, muss und will rein sein." Dabei erzeugen wir die Empfindung der Dankbarkeit, weil Er nun der Urheber dieses Gedanken ist!

Dabei ist eine bewusste Gedankenkontrolle von großem Vorteil. Das kann und soll man durchaus üben. Kontrollierte und konzentrierte Gedanken haben auch eine stärkere Durchschlagskraft. Vor allem beim Beten erkennen wir, wie vorteilhaft kräftige Gedanken sind.

Die zweite Ebene des geistigen Kampfes ist eben kein Kampf mehr. Vielmehr ist es eine Segnung. Jesus hat uns gelehrt und dahin wirkt ja auch der innewohnende Geist Gottes, dass man die Feinde lieben soll. Da das Wort Gottes in alle Ewigkeit Gültigkeit hat und nicht nur auf unser materielles Leben beschränkt ist, so gilt das Gebot der Feindesliebe auch gegenüber den geistigen Wesen. Und gerade weil diese geistigen Wesen in ihrer Entwicklung noch weiter zurückliegen, so verdienen sie erst recht unsere Aufmerksamkeit und unsere Liebe.  Nicht nur Menschen, sondern auch unsichtbare Wesen, welche uns verfolgen, uns plagen, bestürmen und uns drangsalieren sollen wir im Gebet segnen und Gott um Licht für sie bitten. Dies ist ein Geistiger Auftrag, welche ungeahnte Auswirkungen hat. Von Grund auf böse Geister die uns in irgendeiner Form Leid zufügen wollen, können eine Segnung nicht aushalten. Sie sind der Finsternis gewohnt und leben in ihr, fühlen sich in der Dunkelheit wohl. Trifft sie nun plötzlich ein (oder hoffentlich viele) Lichtstrahlen, so entfernen sie sich blitzschnell. Aber sie werden diesen Lichttreffer niemals vergessen! Lebende Menschen zu segnen und lebende unsichtbare Geistwesen zu segnen ist dasselbe, es besteht kein Unterschied. Gott liebt auch die Wesen, welche in der Entwicklungsstufe noch in der Finsternis sind genauso wie die Kinder Gottes. Da Gott im Geiste ja in unseren Herzen lebt, so lieben auch wir diese Wesen gleichermassen. Wir bitten für sie und lassen sie unsere Liebe spüren. Auch sie harren im Grunde der Erlösung.

Das ist die Göttliche Liebe und diese Liebe siegt immer und überall. Auch unsere Schwächen, unsere Süchten und Begierden lassen sich nur durch die Liebe zu Gott überwinden. Und so bleibt es immer eine Gnade, auch wenn uns die vorerwähnte Gedankenkontrolle gute Dienste erweist. Die Überwindung der Welt, wofür wir ja von Ihm aufgerufen sind, ist immer Seine Kraft. "Seid getrost, ich habe die Welt überwunden," sagt Jesus und wenn Er in uns lebt, dann überwindet Er auch unsere Welt!

"Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat." (Röm. 8, 37)

"Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Throne zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron." (Offb. 3, 21)



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.


Mittwoch, 2. November 2011

Gottlosigkeit und Naturkatastrophen

"Was alles in der Welt soll denn das miteinander zu tun haben?" Werden sich wohl einige fragen. Aber dieser Aufsatz ist wohl nichts für erklärte Weltmenschen, denn diese werden die Beziehung zwischen der Gottlosigkeit und den immer häufiger auftretenden Wetterkapriolen nicht verstehen (können und wollen). Sie werden über das Folgende lachen.  Aber lachen ist ja bekanntlich gesund und ich wünsche allen Menschen die beste körperliche und seelische Gesundheit …

Nun, für uns aber, die wir die Welt mit offenen, das heißt mit geistigen Augen sehen, tut sich eine tiefe und interessante Wahrheit auf. Wir sehen bei diesem Thema einmal mehr, wie das Geistige und das materielle Leben ineinander greifen und die materielle von der Geistigen Welt abhängig ist. Um diese Abhängigkeit begreifen zu können, müssen wir aber zuerst erkennen, was die Materie eigentlich ist.

Was ist die Materie?

Vielleicht wird es Dich, mein lieber Freund, erstaunen, wenn ich Dir sage:

 Die Materie ist nichts anderes als Geist!

Als der Materie kleinstes Teil wird uns von den Physikern das Atom genannt. Doch sie selbst finden in einem Atom schon drei verschiedene kleinere Teile, Neutronen, Protonen und die Elektronen. Also ist es schon mal erwiesen, dass das kleinste materielle Teilchen nicht das Atom ist. Diese Atome, beziehungsweise deren Teile bestehen wieder aus Lichtatomen, deren Grösse aber tausendmal kleiner als die Protonen und Neutronen es sind. Und diese Lichtatome, sind nichts anderes als pur Geist. Allerdings sind diese munzigkleinen Geister(chen) nicht frei. Sondern gefangen und gefestigt. Der besseren Vorstellung halber, vergleiche es mit einer Schneeflocke. Diese ist so klein, dass Du sie von blossem Auge nicht siehst. Nimm aber einmal etwa hunderttausend davon und presse sie zusammen. Die einzelnen Flocken, vorher frei und unabhängig sind jetzt gefangen und gefestigt als Schneeball. Diese einzelnen Geisterchen sind aus der Seele Luzifers (Lichtengel) genommen. Ausführlicher habe ich das im Büchlein "Sieben Schritte zur Wiedergeburt" erklärt. Hier an dieser Stelle einfach nur soviel, die Materie stellt mit ihrem Gericht die erste Stufe des weisen Erlösungsplanes unseres Schöpfers für die einst gefallenen Wesen dar. Die Materie ist somit in ihrem Wesen noch ganz luziferisch, oder satanisch, wie Du willst, und somit ganz von diesem Gefallenen Lichtengel abhängig. Deshalb wird dieser im Wort Gottes als der "Fürst dieser Welt" bezeichnet. Auch im bekanten Kampf des Engel Michael mit Luzifer um den Leichnam Mose musste Michael unterliegen, weil diesem dem "Herrn der Materie" als Eigentum gehörte.

Die Materie ist ja nie konstant. Die Materie ist vergänglich und das aus dem Grunde, weil deren Bestandteile, eben die wenn auch ganz kleinen, geistigen Wesen gelöst werden und in ihrer Entwicklung voranschreiten. Diese Entwicklung geht dann von den Mineralien zum Pflanzenreich, von dort zum Tierreich und schlussendlich ist der Mensch endlich die Krone der Schöpfung, wenn die ausgebildete Seele die Freiheit erhält, selbst zu entscheiden, was sie will.

Nun, kehren wir zurück zu unserem Thema der Wetterkatastrophen. Dass das Wetter selbst nicht tote Materie sondern Geist ist, ersehen wir auch aus der Tatsache, dass Jesus dem Wetter geboten hat und dieses seinem Willen gehorchte. Aber nicht nur Ihm, sondern jedem Menschen, welcher im Geiste Gottes steht. Dabei geht es ja nicht um den Menschen, sondern um den Geist Gottes (im Menschen!). Und dieser Geist Gottes als der Christus steht weitaus höher in der Göttlichen Hierarchie als die gefangenen und gefestigten Geistwesen und deren übergeordneten Naturwesen oder Naturgeister, welche schon eine ausgeprägtere Intelligenz und grössere Freiheit haben. Diese Wesen aber sind wiederum unter Kontrolle und Führung von weiter entwickelten Wesen und das geht dann immer höher bis in die Heiligsten Sphären.

Und genau hier haben wir schon die Antwort auf unsere einfache Frage, wie Naturkatastrophen mit der Gottlosigkeit der Menschen zusammen hängt.

Wenn ein ganzes Volk nicht nach Gott fragt und allen Geboten zuwiderhandelt, dann entfernt sich der Geist Gottes immer mehr. Das heißt, er hat gar keine Möglichkeit mehr zu wirken, denn der Geist Gottes wird nur dann aktiv, wenn  eine Liebe zu Gott bei den Menschen vorhanden ist. Fehlt diese, so drängt sich Gott, oder eben der Geist Gottes, niemals auf und zwingt die Menschen nach den Geboten zu leben. Das ist die schon erwähnte Freiheit, welche der Krone der Schöpfung eigen ist. Die Situation in der heutigen Zeit ist ja eindeutig Gottlos. Die Nächstenliebe ist der Selbstliebe gewichen, die Zehn Gebote werden übertreten, wo es nur geht. Recht wird in Unrecht verdreht, die Wahrheit wird zur Lüge. Als Beispiel diene die Politik in Ost und West.

So kann es nicht verwundern, dass sich der Geist Gottes immer mehr zurückzieht und von Seinem Wirken nicht viel zu spüren ist. Wie heißt nun das treffende weltliche Bonmot?

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch

Etwa genauso geht es nun in dieser Welt zu und her. Die Materie-Geister und die niederen Naturgeister  können mehr und mehr und ungehindert ihr Unwesen treiben, angestachelt von der intelligenten bösen Geisterwelt. Aber noch ist es nicht ganz so schlimm. Es gibt noch viele Beter, viele gottesgläubige Menschen, die ein Bollwerk in der Geistigen Welt darstellen. Solange die Katze noch nicht ganz aus dem Haus ist, sind die Mäuse noch vorsichtig und getrauen sich noch nicht auf den Tisch, werden aber schon frecher und mutiger.

Genauso verhält es sich in der Welt der Naturgeister. Bleiben die Beter aus, werden sie mutiger und frecher und werden nicht mehr in die Schranken gewiesen. So werden Naturkatastrophen immer wahrscheinlicher und deren Ausmasse ebenfalls immer grösser, weil diese es sind, welche direkten Einfluss auf die Natur, Erdbeben, Stürme, Regen und so weiter haben.

Eine sehr interessante Parallele finden wir im 1.Mose 18, als Abraham mit Gott feilschte und ihn bat, Sodom zu verschonen, wenn nur fünfzig Gerechte in der Stadt wären. Aber es waren keine fünfzig, auch nicht fünfundvierzig, nicht vierzig, nicht dreissig, nicht zwanzig und auch keine zehn. Es waren keine Gerechte da, keine Beter. Deshalb sandte Gott das Gericht auf die Frevler und Gottlosen. Ist es heute anders? Nein, kein bisschen! Genauso ist es heute, nur die Gerechten, diejenigen, die Gott lieben, können das Gericht noch aufhalten.

Welche Konsequenzen folgen aus diesem Sachverhalt? Der Mensch hätte an sich Gewalt über die Natur(-Geister). Um aber die äußere Natur beherrschen zu können, muss er seine innere Natur beherrschen. Erst wenn er die Materie seines eigenen Leibes voll beherrscht und in der Zucht seines Geistes hält, so ist ihm auch die äußere Natur untertan.

Wie man nun diesen Kampf gegen die eigenen Begierden und Süchte erfolgreich führt, das erfahren wir im nächsten Aufsatz, am nächsten Mittwoch.



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.