Donnerstag, 29. Dezember 2011

Geister binden und lösen 1

Wenn wir heute darüber sprechen, Geister zu binden und zu lösen, so sprechen wir nicht über die mehr oder weniger freien, noch unreinen und noch wenig entwickelten  Geistwesen, sondern wir sprechen heute von den gefangenen und gerichteten Geistern. Der Unterschied ist der, dass sich erstere selbst an die menschliche Seele binden und als ungebetene Gäste sich in der Sphäre des Menschen aufhalten. Die zweite Art aber, die gefangenen und ungegorenen Geister, binden sich nicht von sich aus an den Menschen, sondern die Seele selbst bindet sich an dieselben freiwillig.  

Doch wer sind diese Geistwesen und wie manifestieren sie sich? Wie wir schon in anderen Aufsätzen gesehen haben, ist alles, was existiert, Geist. So auch die Materie. Diese Geistwesen sind gefangen und gefestigt, sie befinden sich im Gericht. In diesem Zustand, eben weil im Gericht, ermangelt es ihnen am Licht und damit am Leben. Deshalb ist die Materie ein Ausdruck der Finsternis und des Todes. Die Materie ist nicht tot, aber sie ist der Tod. Diese gefestigten und gerichteten Geistwesen sind nicht tot, aber durch das Gericht verkörpern sie den Tod, was das Gegenteil vom Leben aus dem Geiste Gottes ist. Der Eigentümer der Materie ist Satan, denn seine Seele ist zum grossen Teil Stück für Stück gefangen und gefestigt worden (siehe Erde und Mond). So ist der Mensch durch seinen Leib zwangsläufig an Satan gebunden, solange er auf dieser Erde lebt. Der materielle Körper ist somit der Gegenpart und Gegenspieler zum im Herzen innewohnenden Geist Gottes.

Aber nicht genug, dass der Mensch durch seinen Leib mit dem Fürsten dieser Welt in einer Abhängigkeit steht und schon durch diese schwere Last beinahe überfordert ist, die Materie, die Welt zu überwinden, so verstrickt er sich damit immer mehr, indem er durch seine Herzensneigung sich freiwillig mehr und mehr mit dem Materie-Geist verbindet.

Die Materie kann sich nicht mit der Seele verbinden, aber die Seele sehr wohl mit der Materie. Und das geschieht durch die Liebe, oder wie oben erwähnt durch die Herzensneigung. Die Liebe steht auch für Interesse, Aufmerksamkeit, Neigung, Gewogenheit oder Hingebung.

Schaut man sich zum Beispiel in einer x-beliebigen Wohnung um, so erkennt man auf den ersten Blick, wie es mit dieser Herzensliebe bestellt ist. Jeder einzelne Gegenstand und mag er noch so klein und auf den ersten Blick nichtssagend sein, verkörpert eine Liebe. Diese Liebe ist Energie, welche der Wohnungseigentümer in den betreffenden Gegenstand "investiert" hat. Das gilt auch für Gegenstände als Andenken oder jenen, welche der reinen Dekoration dienen. Je mehr Gegenstände ein Mensch besitzt, desto mehr Energie hat er freigesetzt und "verzettelt". Alle diese Gegenstände binden nun die Energie der Seele und damit die Seele selbst.

Bedenkt man nun, welche Energie allein die Gegenstände welche dem  Andenken dienen, der Seele  entzogen wird, dann erkennt man schnell, dass die Seele für das Vergängliche richtiggehend gebunden wird. Dem Vergänglichen sollen wir aber nicht nachhängen und deshalb sind diese materiellen Dinge eine Belastung für die Seele. Keine Belastung sind natürliche alle diese Dinge, welche dem reinen Gebrauch dienen.

Als ich vor Jahren meine kleine Wohnung aufgeben musste und dann für mehr als ein Jahr in der engen Führerkabine eines LKW lebte, war ich gezwungen, alles herzugeben, was nicht dringend gebraucht wurde. Als ich alles entäussert hatte, blieben mir noch genau einundneunzig Gegenstände, Socken und Kugelschreiber, Löffel und Laptop mit eingerechnet. Dann habe ich erfahren, wie befreiend eine "Entmaterialisierung" ist und wieviel Zeugs wir haben, das wir gar nicht benötigen. Die belebende Energie, welche mit einer Entrümpelung zurückkehrt, ist stärkend und kann dann für höhere Zwecke eingesetzt werden.

Frei werden von materiellen und vor allem unbenutzten Gegenständen ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass sich die Seele ganz dem Geiste Gottes hinwenden kann. Die ganze Liebe und die gesamte zur Verfügung stehende Lebensenergie kann erst dann auf den Geist ausgerichtet werden, wenn das Materielle keine Energie mehr absorbieren kann, sonst dient man unweigerlich und ohne es zu wollen, zwei Herren.

Jetzt verbleiben noch wenige Tage bis zum Jahreswechsel. Benutzen wir die sich bietende Gelegenheit und lösen wir uns von den verderblichen Geistern der Materie, damit sich die Seele voll auf den Geist ausrichten kann. Die drei Fastentage über den Jahreswechsel stehen dann ganz der Kraft Gottes zur Verfügung, welche ja in uns allen schon vorhanden ist und sich für uns und unsere Mitwelt offenbaren will. Auch sollen die drei besagten Tage bewusst dazu dienen, dass nicht nur die Wohnung materiell möglichst befreit wird, sondern auch unsere Gedankenwelt  von allen unnötigen weltlichen Gedanken befreit wird. Dass wir ebenso viel kostbare Energie verschwenden, wenn wir unnötig und unbedarft weltlichen  Fiktionen nachhängen, versteht sich von selbst. Aber das ist dann ein anderes Kapitel, auf das wir dann später einmaleingehen.

Nun wünsche ich Dir ein gesegnetes 2012




Mittwoch, 21. Dezember 2011

Gelobet seist du, Jesus Christ

Eine Weihnachtsgeschichte

von Dora Schlatter 1855 - 1915

Es war Weihnachtsabend des Jahres 1703. Der Vater Knesebeck, angesehener Ratskämmerer der Stadt Rostock, saß am hellen Kamin in seinem roten, plüschenen Sessel. Sein weißes Haupt ruhte an der hohen Rückenlehne. Zu seinen Seiten saßen seine betagte Hausfrau und seine Tochter. Auf dem Tisch vor ihnen aber standen zwei leuchtende Kerzen, und aufgeschlagen lag die heilige Schrift. alles war still. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, sind's achtzig Jahre - beim Vater Knesebeck war's höher gekommen, denn 82 Jahre war die Zeit seiner Pilgrimschaft. Und wenn jetzt draußen um die Türme der alten Stadt Rostock der kalte Dezemberwind pfiff und die Wetterfahnen knarrten: er hörte nichts davon. Seit zehn Jahren war er ganz taub geworden und hatte kein Weihnachtsevangelium und kein Weihnachtslied gehört, sondern taub und stumm wie heute dagesessen. Und seit zehn Jahren hatten die beiden zur seiner Seite geseufzt und auch gebetet, ob's Gott gefallen möchte, dass der Vater wieder hören möchte Freude und Wonne, dass seine Gebeine fröhlich würden. 

Jetzt ging's an die heilige Weihnachtsfeier. Mit einem Wehmütigen blick zu dem Haupte des Vaters, der mit gefalteten Händen dasaß, nahm die liebe Tochter die heilige Schrift, und hub an Luk. 2: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. - Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seiner Stadt. Da machte sich auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem - und so las sie die ganze heilige Festgeschichte. Nun fingen die beiden, Mutter und Tochter, mit leiser Stimme an, ihr Weihnachtslied zu singen, wie es im Hause herkömmlich: Gelobet seist du, Jesus Christ . . .

Im hohen Zimmer hallte es seltsam wider, wie die zwei anhuben. Aber sieh, es waren nicht mehr zwei, es waren drei, die die zweite Strophe sangen - und der Dritte war der alte Vater selbst, der mit zitternder Stimme einfiel: "Dass du Mensch geboren bist!" Denn während der Vorlesung hatte des Herren Engel, der in der heiligen Nacht zu den Hirten getreten und gerufen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkünde euch große Freude - es hatte der Engel des Herrn ihn berührt, Jesus, der neugeborne König, hatte das Hephata über seinen betagten Knecht gerufen. Er hörte und sang, und singend betete er an und lobte. Da feierten die drei den heiligen Abend so froh, dass ihnen auch die hellen Freudentränen über die Wangen rannen: und wohl mocht's schön ertönen, als sie sangen: "Das hat er alles uns getan, sein' großes Lieb' zu zeigen an. Des freu' sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit!"

Wie mancher Weihnachtsabend seit diesem über Vater Knesebecks Haupt in dieser Zeitlichkeit noch dahingegangen, weiß ich nicht. Doch aber weiß ich, dass solcher Christgesang bei ihm geblieben ist die übrige Zeit seiner Wallfahrt, und das glaube ich, dass, als er nun seinen Herrn mit der Engel Schar in seinem himmlischen Thron selbst hat begrüßen dürfen, er's auch noch gekonnt hat:

Gelobt seist du, Jesus Christ,
Das du Mensch geworden bist,
Von einer Jungfrau, das ist wahr;
Des freuet sich der Engel Schar: Halleluja!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Leben im Geist

Manchmal möchte man wissen, wie weit man selbst schon in der seelischen und geistigen Entwicklung fortgeschritten ist. Manchmal hat man so ganz insgeheim das Gefühl, dass man über die Geistigen Zusammenhänge schon sehr viel weiß; klar, zugeben würde man das natürlich nie, denn das wäre ja alles andere als Demut!

Den wahren Zustand der Seele können wir daraus ersehen, wenn wir den Massstab der vollen Wiedergeburt anlegen. Wer diese volle Wiedergeburt erlebt hat, der lebt im Geiste Gottes, das heißt, nicht mehr er selbst lebt, sondern Christus (der Geist Gottes) lebt in ihm. Die Folge davon ist, dass die Seele ihre natürliche Umgebung nicht mehr nur mit den natürlichen Augen wahrnimmt, sondern mit den Augen Gottes.
Das Leben im Geist, oder anders ausgedrückt, das Leben nach dem Gesetz der Gnade ist grundsätzlich ein anderes, als das des natürlichen Lebens.
Es gibt Lehren, welche der  Ansichte sind, dass die Wiedergeburt mit der Geistestaufe erfolgt, andere Lehren glauben, dass die Wiedergeburt mit der Bekehrung erfolgt. Schon in vielen Aufsätzen habe ich dieses Thema behandelt und möchte hier nicht näher darauf eingehen;  aber eines haben wir durch die Lektüre der vorhergehenden Beiträgen mitbekommen: die volle Wiedergeburt erfolgt nach und nach. Es ist kein plötzlicher Vorgang, denn nur nach und nach reift unsere Seele in und durch die Liebe Gottes.
Das Leben im Geiste ist das erstrebenswerte Ziel eines jeden Christen, von dem Paulus spricht, dem er "nachjage". Inwieweit wir dieses Ziel erreicht haben, oder wo wir auf dem Weg dorthin in etwa stehen, ersehen wir in den folgenden Themen, anhand deren wir uns selber prüfen können.
Den Willen Gottes erkennen
Inwieweit erkennen wir in uns den Willen Gottes? Gemeint ist damit nicht, inwieweit wir den Willen Gottes in der Bibel erkennen, auch nicht wie wir etwa Äusserungen anderer Menschen  als den Willen Gottes interpretieren.  Nein hier geht es nicht um den Fokus nach aussen, sondern nach innen. Innerlich sollen wir erkennen, was der Geist Gottes von uns erwartet oder wie Er auf unsere Fragen antwortet. Wie sich der Geist äussert ist individuell, anfänglich ist es durch das Gewissen, dann, bei fortgeschrittener Entwicklung durch Gedankenbilder, und später, bei schon reinen Seelen, durch deutlich (nicht mit den Ohren) vernehmbare Worte. Es braucht ja wohl kaum erwähnt zu werden, dass der auf diese Weise erkannte Wille Gottes stets bibelkonform ist.
Der Wille Gottes ist der Geist Gottes. Wenn der Geist wirken kann, indem die Weltliebe der Seele Ihm nicht entgegensteht, dann wird der Wille Gottes gelebt, weil der Geist immer mit dem Willen Gottes im Einklang steht. Eine Seele, vom Geist Gottes getrieben, handelt somit niemals gegen den Willen und gegen die Ordnung Gottes. Diese Seele handelt auch nicht mehr eigenmächtig. Die Seele steht aber in permanenter Zwiesprache mit dem Himmlischen Vater Jesu, und wie oben erwähnt, vernimmt sie Seine Gedankenbilder oder Seine inneren Worte. 
Ruhe im Sturm

Der innere Friede ist ein verlässliches Merkmal unseres Zustandes der Seele. Manchmal hapert's doch noch ein bisschen, wenn so allerlei Unbill auf uns zukommen. Wenn wir falsch verstanden werden, zu Unrecht beschuldigt, wenn über uns hinter dem Rücken gelästert wird, unsere Leistung nicht genügend anerkannt, oder wenn wir beschimpft, blossgestellt oder beleidigt werden oder über uns hinweg entschieden wird, dann kann sich doch noch etwa ein kleines Mißmütchen oder sogar ein handfester Ärger einstellen. Das ist dann ein untrügliches Zeichen, dass wir noch etwas an uns zu arbeiten haben, bis wir in jeder äußeren Anfechtung ruhig bleiben. Keine Situation und kein äußerer Einfluss soll die innere Ruhe und Geborgenheit stören können, also das Aussenleben soll keinen Einfluss mehr auf das Innenleben haben.
Vergebung
Das Leben im Geiste erwirkt das Eins sein der Seele mit Christus im eigenen Herzen und damit auch mit Christus im Herzen des Nächsten. Alles, was diesem Eins sein entgegen wirkt, ist nicht vom Geiste Gottes. Wenn die Seele nicht restlos und ausnahmslos allen vergeben hat, was die lieben Nächsten einem so alles zugefügt haben, ist ein völliges Leben im Geiste nicht möglich. Die Vergebung von kleinen und großen Sünden uns gegenüber ist das A und O in der Nachfolge Jesu. Das Leben im Geiste kann erst dann zum Tragen kommen, wenn alle Ressentiments anderen Menschen gegenüber vollends abgebaut sind und wir alle anderen Menschen  in der Liebe (er-) tragen können.
Weltliche Belange
Das weltliche Leben ist das natürliche Leben des Fleisches, des Körpers mit allen seinen Bedürfnissen. Dieses Leben spielt sich außerhalb von uns ab, ist vergänglich und wird eines Tages beendet sein. Das Aussenleben hat für den Geistmenschen kaum mehr eine Bedeutung, es beschränkt sich auf die natürlichen Bedürfnisse des Erhalts des Leibes, als irdischer Träger der Seele. Die weltlichen Belange sind sekundär. Die primäre Ausrichtung ist das Leben im Geiste mit dem Erkennen der Geistigen Zusammenhänge. Das ist für die Arbeit im Weinberge Gottes unabdingbar wichtig. Denn im Geiste und in der Geistigen Welt werden Berge versetzt, werden Menschen von bösen Einflüssen gelöst und dort allein findet der Kampf gegen die Mächten und Gewalten statt. Im Geiste eilen wir den Nächsten zu Hilfe in ihrer Bedrängnis, denn die inneren Kräfte wirken weit mehr und nachhaltiger als die natürlichen. Mit dem Fokus auf die weltlichen Belange unseres natürlichen Lebens werden aber die Geistigen Kräfte geschwächt und lösen sich unter Umständen vollends auf und werden somit wirkungslos.
Erhörung der Gebete
Wer ein wahres Geistleben führt, dessen Seele ist vom Geiste Gottes getrieben und wenn diese Seele betet, dann betet sie im Geiste und in der Wahrheit. Die ständige Zwiesprache mit dem Himmlischen Vater und das stete Bewusstsein Seiner immerwährenden  Liebe und Gegenwart ist es, das der Seele die beruhende Sicherheit, die bewusste Erfahrung Seiner Existenz und damit den zweifelsfreien Glauben gibt, wenn sie von Ihm etwas erbittet. Und dieser aus Gnaden geschenkte Glauben erlebt dann auch die Erhörung der Gebete, welche der Seele ins Herz gelegt werden.  "Desgleichen aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie sich's gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich  für uns in unaussprechliche Seufzern." (Röm 8,26) Das zunehmende Wachsen des Geistes im Herzen ist ein längerer Prozess, der langsam immer vorwärts schreitet, wenn die Seele gewillt ist, den schmalen und steilen Weg zu gehen. Zuerst erfährt man nur hin und wieder eine Gebetserhörung, aber mit zäher Übung und im Nicht-Nachlassen werden es derer stets immer mehr.
Das Leben im Geiste Gottes soll unser erstes und einziges Ziel in unserem kurzen Erdenleben sein. Das Geistleben ist, was ewige Früchte bringt, nicht, was wir im natürlichen Leben erreicht haben. Das Leben im Geiste Gottes ist die Garantie, dass wir den Willen Gottes tun und das Leben im Geiste Gottes ist die wahre Demut, wenn nichtmehr  länger unser trotziger Eigenwille das Mass aller Dinge ist. Die volle Wiedergeburt ist das wahre Ewige Leben! Das zu lehren und vorzuleben, ist einst Jesus auf die Erde gekommen, und das zu lehren und zu leben, ist er heute in unserem Herzen als Christus!



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.




Mittwoch, 7. Dezember 2011

Silvester-Fasten – Mach mit!


Die Feier des Jahresendes ist für die Welt und ihren Kindern ein richtiger Höhepunkt. Arbeitsfreie Tage, Schlemmen und Prassen, Vorsätze vornehmen und tolle Fernsehprogramme – einige Tage in Saus und Braus! Und sie sitzen und tanzen an diesen Feiertagen vor dem Fernseher und in den Sälen. Sie fressen und saufen bis zum geht-nicht-mehr. Dort aber finden sie uns nicht, das ist nicht unsere Welt!
Seelen, die im Geiste leben, finden in diesem Jubel, Trubel, Heiterkeit keine Erfüllung, sie ziehen sich zurück. Für Nachfolger Jesu sind dies willkommene Tage, sich von der Welt gänzlich zurückzuziehen und sich den wahren Werten bewusst zu werden, so wie sie das ja auch schon das ganze Jahr über tun.
So möchte ich Dich, lieber Geistesfreund und Bruder oder Schwester im Herrn, einladen, vom
30. Dez. 2011 – 1. Jan. 2012 (aktuell 2015, wie auch die folgenden Jahre!)
drei volle Tage zu fasten. Wo immer Du auch bist – dieser Blog hat Leser  in über 25 Länder, von Portugal bis Japan! – ziehe Dich drei Tage zurück und vergiss das Schlemmen und Prassen.
Vielmehr sehen wir die grosse Not bei unseren Nächsten. Ob gläubig oder nicht-gläubig, wieviele leiden in geistiger Not, Krankheiten und Depressionen. Wieviele unserer Mitmenschen sehen nicht mehr ein noch aus, leiden bewusst oder unbewusst an  zermürbenden und niederträchtigen Einflüssen aus der unsichtbaren geistigen Welt. Das ist für uns eine Herausforderung und es ist auch der klare Wille Gottes, für diese Seelen einzustehen und sie im Gebete mitzutragen.
In der jetzigen finalen Endzeit werden diese unsichtbaren Einflüsse immer mehr und immer perfider. Für den Kampf gegen diese Mächte und Gewalten, gegen diese Fürstentümer ist eine besondere Glaubenskraft vonnöten. Diese Glaubenskraft aber wird uns nur zuteil, wenn wir uns ganz und im vollen Ernst dem Himmlischen Vater hingeben, wenn wir ganz mit der Welt brechen und nicht da sitzen, wo die Spötter sitzen!
Deshalb verbinden wir uns im Geiste und feiern wir unser eigenes Fest, das Fest des Eins sein mit Christus Jesus und uns, den Kinder Gottes, den klugen Jungfrauen und den Bräuten! Wir, die wir auserwählt und berufen sind, und eh keine Bürger dieser Welt sondern Fremdlinge, begeben wir uns an den drei Tagen bewusst in den geschmückten Weinberg Gottes und dienen in besonderen Masse unseren Nächsten im Geiste. Jesus ist bei uns, in einem jeden von uns und Er wird uns segnen und unsere Gebete erhören.
Melde Dich, schreibe einen Kommentar (weiter unten auf dieser Seite)  und tue kund, dass Du die Welt hinter Dir lässt und bezeuge Dein mitmachen!


Mittwoch, 30. November 2011

Anfechtungen

Anfechtungen sind oft plötzliche Attacken der unreifen, ja bösen unsichtbaren Geistigen Welt. Wie wir in früheren Aufsätzen schon gesehen haben, sind wir natürlichen Menschen in unseren Sphären immer, ohne Unterlass, von geistigen Wesen begleitet. Wenn nun die Seele und damit auch das Fleisch noch nicht gänzlich durchgeistigt (volle Wiedergeburt) ist, so üben immer auch unreine, ja sogar böse Wesen, welche einen oft nicht geringen Einfluss auf unser Seelenleben haben, ihre oft nicht geringe geistige Macht auf uns aus.

Je tiefer, fester und intensiver die persönliche Beziehung zu Jesus durch eine konsequente Nachfolge wird, desto mehr auch nehmen die Angriffe der unreinen Geistigen Welt zu! Brüder und Schwestern in baptistischen Gemeinden, welche noch zum großen Teil in und an der Welt hängen, haben kaum mit solchen Angriffen zu rechnen, ihre Anfechtungen halten sich in Grenzen.

Wer nun die volle Wiedergeburt anstrebt und demzufolge mit dem Fürsten dieser Welt ganz gebrochen hat, ist stärkeren Attacken ausgesetzt, denn Satan hat mittels des ihm gehörenden menschlichen Fleischen ein kleines Anrecht auf den Menschen. Sich ihm zu entziehen heißt, sich dem Fleisch zu entziehen. Und sich dem Fleisch zu entziehen, weil dieses eben dem Fürstentum der Welt gehört, heißt, sich den Einflüssen des Fleisches, den Begierden, den Leidenschaften, den alten Angewohnheiten zu entziehen. Befindet man sich nun in diesem Prozess des Entzuges, so wird auch der Gegenzug eben von Seiten  des Fleisches und seiner ganzen gefallenen geistigen Welt sicht- und spürbar. Die Welt der Vergänglichkeit und der Materie muss sich wehren, wenn ein Teil "abfallen" will! Durch dieses Wehren, dieses Zurückziehen in die Materie in allen ihren Formen, ist dadurch zu erklären und darf uns deshalb nicht verwundern, wenn Seelen in höherer geistiger Reife auch mehr Attacken und Angriffe zu erleiden haben.

Diese Anfechtungen können gar arg werden. Ich erhalte oft Briefe von Geschwistern welche in der konsequenten Nachfolge stehen, dass sie bis zur Grenze des Ertragbaren versucht werden, dass Angriffe auf allen Ebenen stattfinden, auf körperlicher, seelischer und oft auch wirtschaftlicher  Ebene. Ich selbst erlebe das in beinahe "unerträglicher" Weise und manchmal könnte man meinen, die Verzweiflung wäre nicht mehr weit! Wo ist nun Gott? Lebt Jesus wirklich? Wieso passiert das gerade mir, ich stehe doch im Glauben! Werden Gebete wirklich erhört oder ist alles nur Einbildung? Solche und weitere schmerzliche Fragen kommen dann ganz gerne und schnell in einem hoch. Bei vielen grenzen die quälenden Zweifel schon fast an Depression.

Jeder Bruder und jede Schwester, welche das ihm verliehene oder sogar von ihm erbetene (!) Kreuz willig und dankbar  auf sich genommen hat, wird dann zu guter Letzt mit solchen Anfechtungen "beglückt" und beschenkt. Weltliche und glaubensschwache Seelen können sowas natürlich nicht begreifen, weil diese Tatsache jenseits des logischen Verstehens ist. Aber Angriffe, Attacken und Anfechtungen gehören mal wie im natürlichen Leben eine Universität zur Ausbildung, beziehungsweise zur geistigen Reife.

Anfechtungen sind nicht nur Prüfungen, sondern vor allem Lektionen. Fällt man in einer Anfechtung, so ist nichts verloren, wenn man danach wieder aufsteht. Aber man ist um Erfahrungen reicher, und der Glaube, oder vielmehr das erlebte Wissen um die Heilige Gegenwart Gottes in uns, nimmt zu und kann auf diese Art und Weise wachsen.

Der Glaube kann und wird deshalb wachsen, weil wir in diesen Geistigen Kämpfen nicht mehr mit unserer Seelischen Kraft kämpfen können, also weil wir, wenn wir auf uns selbst vertrauen, mit unseren Möglichkeiten sehr schnell am Ende sind. Solche Kämpfe müssen sein, um unsere persönliche Begrenztheit kennen zu lernen und selbst erfahren, dass wir aus uns nichts können und nichts sind. Das nur zu wissen, nützt nicht viel, wir müssen das selbst persönlich erleben – und das vielleicht nicht nur einmal! Wir müssen persönlich und oft schmerzvoll erleben, dass es andere Kräfte sind, nämlich die Himmlischen, die für uns einstehen, welche die großen geistigen Kämpfe kämpfen. Mit unseren natürlichen Augen können wir die unsichtbaren Gegner und deren Zusammenhänge nicht erkennen, aber die Himmlischen Wesen und Mächte, die können das. Uns sind die Himmlischen Diener beigegeben, dass sie uns dienen, schützen und führen. Auf sie können wir uns verlassen, weil diese nicht in ihrem eigenen Namen und ihrer eigenen Kraft wirken, sondern auf Anordnung, Im Namen und in der Kraft Jesu. Deshalb gehört auch Ihm alleine aller unser Dank und Liebe.

Wenn wir nun alleine nicht nichts mehr ausrichten können, wenn die Welt um uns herum zusammenbricht, dann, und nur dann, können wir die Hilfe des Himmels erleben. Und weil wir diese Hilfe immer erleben, so stärkt sich auch der Glaube, welcher dann zum Wissen über Dessen Existenz wird! Und ein solches Wissen kann uns dann nicht mehr erschüttern, auch wenn die reale und materielle Welt um uns herum eines schönen Tages wirklich und real zusammenbricht!

Deshalb, mein lieber Bruder und meine liebe Schwester, wenn Du Dich in einem momentanen finsteren Loch befindest, dann denke daran, dass Petrus auch aus eigener Erfahrung gewusst hat um was es geht, wenn er geraten hat:

"Freuet euch, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet!"



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.




Mittwoch, 23. November 2011

Wer das Kreuz liebt ...

Ausnahmsweise veröffentliche ich hier an dieser Stelle eine Kundgabe, ein Vaterwort, da es so wunderbar in unsere Themenreihe passt. Dieses Wort wie andere auch, wiedergegeben von Helga Maria kann heruntergeladen werden beim Herzverlag. Weitere Worte findet man auch auf der Seite "NO" auf diesem Blog

Wer das Kreuz liebt ...

1.      Wer das Kreuz liebt, Meine Kinder, hat den Sieg errungen, denn im Zeichen des Kreuzes werde Ich für euch siegen. Wer das Leiden liebt, siegt im Zeichen Meiner Geißelung und Meines Sterbens, gibt sein Ich auf, damit Ich in ihm auferstehe und siegen kann.

2.      Wer die Verachtung seiner selbst liebt, verleugnet sich bis auf den letzten Punkt und nimmt die Verachtung anderer ihm gegenüber an. So werde Ich die Achtung in ihm erringen, und er gibt Mir vollkommen die Ehre, lebt in Achtsamkeit, nur Mich zu lieben, zu ehren, aufzunehmen und in Mir zu leben.

3.      Wer das Leiden liebt, Meine Kinder, hat den Sieg errungen, denn er läßt Mich als den Sieger alles für ihn tun, was in Meiner göttlichen Macht für ihn bereitet ist, der ist im Schutze des Kreuzes und im Schutze des Innenlebens wahrhaft aufgehoben.

4.      Wer die Duldung liebt, liebt die Geduld und das Erdulden. Es entsteht kein Kampf mehr in ihm gegen die Unduldsamkeit der Welt ihm gegenüber, denn er duldet die Welt. Er duldet sie jedoch nur, insoweit sie ihn bedrängt und Ich in ihm den Schutzwall bilde, so daß die Welt in ihm die Geduld verliert und geht.

5.      Wer die innere Wachsamkeit und das Bitten liebt, in Mir wachen und beten zu wollen, der ist in der dunkelsten Nacht aufgehoben, und im schreiendsten Unrecht wird ihm recht gegeben von Mir. Denn wer das Unrecht der Welt auf sich nimmt und nicht mehr rechtet, wird von Mir aufgerichtet und ist in Mir ausgerichtet.

6.      So, Meine Kinder, ist der Lauf: Wer vollkommen in Mir aufgehen will, sollte das Leiden lieben lernen, sollte den Hiobsweg von innen heraus verstehen. Wer Mich liebt und Mir vollkommen gleichförmig werden will, sollte das Leiden mit Freude erdulden. Doch das Leiden ist nicht allezeit körperlich, sondern vor allem seelisch zu dulden, denn das Unverständnis der Duldung von Leiden gegenüber bringt Verachtung der Welt mit sich, und diese Verachtung bringt der Seele größeres Leid als die körperlichen Schmerzen, denn diese sind es nicht, die ihn zum Himmelreich bringen, sondern die Duldung, vollkommen in seinem Ich-Wesen abzusterben und dann aufzugehen im himmlischen Reich Meiner Duldsamkeit, Meiner Sanftmut, Meiner Geduld und Meiner Barmherzigkeit.

7.      Denn Meine Barmherzigkeit wird dann den Dulder krönen, und diese Krone des Lebens wird ihm schon hier auf Erden verliehen, und er ist in Mir allezeit geborgen und lebt wahrhaftig das Leben eines Nachfolgers, eines wahren Christen, der die Welt besiegt in sich mit der Liebe zum Leiden, zum Dulden und zur Selbstverleugnung. Dieser Sieg ist in ihm errungen und schenkt ihm die Demut, auf dieser Welt wahrhaft Beispiel zu geben als Braut Christi in Meiner Nachfolge.

8.      So befleißigt euch ihr, die ihr den inneren Weg gehen wollet und findet euch auch in der Nacht der Seele in der Gewißheit, das hellste Licht des Tages geistig schauen zu dürfen, auch wenn ihr es noch nicht schmecket und fühlet. Denn dieses innere geistige Schauen ist allein die Gewißheit Meiner barmherzigen und erlösenden Liebe zu euch, Meinen Kindlein.

Amen. Euer Vater Jesus, - Amen.

Mittwoch, 16. November 2011

Stetes Bewusstsein der Gegenwart Gottes

Wer sich vom Sünder zum Nachfolger Jesu verwandelt hat, der hatte oder hat mit viel Mühe und Not den Einflüssen aus dem Jenseits zu widerstehen versucht. Infolge des sündigen Lebens hatten die unreinen Wesen ein gewisses Anrecht auf die Seele, weil ihnen der Zugang zur menschlichen Sphäre auch nie verwehrt wurde, oder noch schlimmer: weil diese Einflüsse sogar willkommen waren. Dann, nach dem Wandel vom Leben in der Geistigen Finsternis zum Leben im Geistigen Licht, sind diese Altlasten noch immer vorhanden. Zum Teil versuchen diese Wesen ihren Einfluss auf sehr hartnäckige Art und Weise weiter auszuüben und wenn der Gläubige nicht auf der Hut ist, so kommt er auch immer wieder zu Fall.

Im letzten Aufsatz "Der Kampf gegen Süchte und Begierden" habe ich versucht, diesen Kampf für jeden nachvollziehbar zu machen. Nun gehen wir einen Schritt weiter und werden sehen, dass es gar nicht so schwer ist, sich auch den hartnäckigsten unreinen Wesen zu entziehen und sich von deren Einflüssen zu lösen.

Nun ist es aber unabdingbar, dass wir uns konsequent der im letzten Aufsatz schon erwähnten Gedankenkontrolle bedienen. Wir sollten fähig sein zu erkennen, welche Gedanken von der Welt kommen und welche aus dem Herzen Gottes. Wir sollten fähig sein zu entscheiden, welchen Gedanken wir nachhängen dürfen und welchen nicht.

Dabei gibt es einen spezifischen Gedanken, welche Gott einem jeden Menschen ins Herz legt und der stets mehr und mehr gestärkt werden will. Der Gedanke, direkt aus dem Herzen Gottes lautet:

Die Liebe Gottes, mit welcher Er seine Geschöpfe liebt, ist immer in dir, ist untrennbar mit dir verbunden!

Wenn Du, mein lieber Bruder oder Schwester, diesen Gedanken bewusst mit dir herumträgst, so geschehen wunderbare Dinge in und mit Dir! Wenn Dein Bewusstsein konsequent auf diesen Gedanken ausgerichtet ist, so ist das die Erfüllung des von Jesus geforderten Gebotes "liebe Gott mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte". Mehr braucht es nicht. Ist Dein Bewusstsein nur noch auf die innewohnende und von Dir untrennbare Göttliche Liebe ausgerichtet, so geschehen zuerst einmal zwei Dinge gleichzeitig.

Erstens ist es das einzige Ambiente, wo der Geist Gottes wirklich und für Dich und andere Menschen sichtbar wachsen kann. In diesem Herzensumfeld kann Er die Tiefen der Göttlichen Weisheit und der Wahrheit erforschen. Bald einmal erkennt die Seele dann mehr und mehr die Geistigen Zusammenhänge und wird weniger und weniger auf die Lehren von aussen angewiesen sein und sie erfährt selbst die Wahrheit, wie sie im 1. Joh. 2. 27 erwähnt wird: "Und ihr, die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand belehre, sondern wie dieselbe Salbung euch über alles belehrt und wahr ist und keine Lüge ist, und wie sie euch belehrt hat, so werdet ihr in ihm bleiben." Bleiben wir in der Stillen Zeit nur bei diesem einen Gedanken, dann werden wir uns plötzlich bewusst, dass das Reich Gottes, das Himmelreich, nirgendwo anders sein kann, als nur im eigenen Herzen!

Die Liebe Gottes kann uns niemals verlassen. Sie ist unabdingbar nötig, dass wir überhaupt im natürlichen Leben leben können. Jeder Pulsschlag, jeder Atemzug und jeder Schritt, den wir tun können, zeugt von dieser Liebe Gottes. Also ist es doch ein leichtes, sich dieser so nahen Liebe bewusst zu sein. Beim Bewusstwerden dieses Gedankens kommt dann ein Gefühl, ein Empfinden der Dankbarkeit hoch.

Nun versuchen wir, diesen Gedanken und dieses Empfinden bewusst zu halten, und wenn wir abgelenkt werden, sofort wieder darin zurückzukehren.

Werden wir uns auch bewusst, dass diese Göttliche Liebe nichts anderes als der Geist Gottes ist. Und der Geist Gottes in uns, der uns niemals verlassen kann, ist Christus!

Das stetige Bewusstsein der Heiligen Gegenwart Gottes schafft die einzigartige persönliche Verbindung zu Jesus Christus. Es gibt dann nichts mehr was wir tun, das wir ohne Ihn tun. Es ist sogar so, dass wir, wenn wir in dieser wunderbaren persönlichen Beziehung zu Ihm verweilen, für jede Tätigkeit dann automatisch nach Seinem Willen fragen. Tragen wir das Kreuz, dann tragen wir dieses Kreuz viel leichter, wenn wir bei jedem Schritt zu Ihm aufblicken und mit Dankbarkeit das annehmen, was Er uns in Seiner Weisheit auferlegt.

Ist Dein Bewusstsein nur noch auf die innewohnende Liebe Gottes ausgerichtet, so geschieht noch ein Zweites. Die verderblichen Einflüsse von den niederen und unreinen Wesen nehmen rapide ab. Da wo das Geistige Licht scheint, fühlen sich diese Geister nicht mehr wohl, ihnen ist die Finsternis lieber. Sie räumen das Feld kampflos. Allerdings muss ich schon darauf hinweisen, dass die Seele, wenn sie sich ganz und gar auf Jesus Christus ausrichtet, sehr wohl mit Anfechtungen zu kämpfen hat. Aber diese Anfechtungen sind dann wohl Grund zur Freude, denn jetzt, wo Jesus Christus so nah ist, sind diese Anfechtungen durchaus zu ertragen – zumal Er es ja ist, der uns beisteht!

Im täglichen geschäftigen Hin und Her ist es plötzlich nicht mehr so einfach, diesen einen Göttlichen Gedanken zu halten. Wenn der Alltag gar zu stressig wird, dann vergisst man ja bekanntlich alle guten Vorsätze. Und der Lebensfeind setzt nun alles daran, dass Du Dich auf Deine Tätigkeiten konzentrierst und alle Geistigen Übungen vergisst.

Da bleibt Dir wohl nichts anderes übrig, als tief in die Trickkiste zu langen. Es gibt dort eine Methode, mit der Du Deine Seele auf die neue Geistige Ausrichtung spielerisch leicht trainierst. Wir machen das so hier bei uns im Chácara bei den Fastenwochen, aber das kann jeder bei sich zu Hause, am Arbeitsplatz, auf Reisen oder wo auch immer.

Hast Du ein Mobiltelefon, dann vereinfacht sich die Sache wesentlich, weil Du die Weckfunktion gebrauchen kannst. Wenn nicht, so merke Dir den Ablauf von einer Stunde. Mehr oder weniger, so genau kommt es nicht darauf an. Immer bei voller Stunde setze Dich für eine (1) Minute hin und besinne Dich auf den oben erwähnten Gedanken der Göttlichen Liebe. Konzentriere Dich eine Minute und lasse alles liegen. Denke auch daran: "Alles was ich getan habe in der vergangenen Stunde ist weltlich und letztlich ohne Belang. Die Liebe Gottes ist das Einzige, was Leben birgt, das Einzige das letztlich zählt. Hilf mir, Jesus, dass ich die Welt und meine Tätigkeit mit Deinen Göttlichen Augen sehen kann. Amen!"

So, das wär's schon. Mehr braucht es nicht, alles weitere führt Dich dann der Geist Gottes. Er führt Dich auf diese Art und Weise, wie Du ihn unmissverständlich verstehen kannst. Verlasse Dich drauf! Er weiß, wie Du Ihn verstehst, deshalb vertraue Seiner Führung ganz und gar! Der Geist Gottes drängt Dich das Richtige zu tun und wenn Du Ihm gehorsam bist, dann tust Du den Willen Gottes.

Nach wenigen Tagen brauchst Du dann den Wecker nicht mehr, Deine Seele macht sich dann von selbst vom weltlichen Alltag frei und gedenkt der Liebe Gottes. Natürlich ist es nicht die Seele, sondern es sind die Engel, welche die Seele stupfen und sagen: Es ist Zeit, gedenke Seiner! Ich bedanke mich dann jeweils bei Jesus, dass er mich wieder ruft, wenn ich mich etwa wieder vergessen habe.

Dann, wenn du diese Übung konsequent über Tage, Wochen und Monate machst, vergisst Du Dich selbst immer weniger und bleibst mehr und mehr in Ihm. Den Segen wirst Du und alle Deine Mitmenschen genauso erleben wie David:

"Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht.  Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbächen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und was er macht, das gerät wohl." (Psalm 1, 1-3)





Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.










Mittwoch, 9. November 2011

Innerer Kampf gegen Süchte und Begierden

Der Kampf gegen die fleischlichen Begierden und Leidenschaften, gegen alte Gewohnheiten und auch Süchte ist ein Kampf der uns oft mutlos macht. Manchmal sind wir der Verzweiflung nahe, wenn wir im Bestreben sind, alteingesessene Süchte loszuwerden und immer wieder zurückfallen, uns immer wieder aus dem Gleichgewicht bringt.

Aber müssen wir denn diesen Kampf führen? Müssen wir denn diese Süchte und die mannigfaltigen Begierden unseres Fleisches loswerden? Sind wir denn nicht durch den Glauben geheiligt und haben wir nicht einen Fürsprecher im Himmel, wenn wir fallen? Warum denn diese Mühe und Not in einem fast aussichtslos scheinenden Kampf?

Dass wir diesen Kampf führen müssen, ist unbestritten, denn eine unreine Seele kann nicht ins Reich Gottes eingehen. Alle Süchte, Begierden und Leidenschaften sind Belange des Fleisches, und wessen Seele das Fleisch noch nicht überwunden hat, ist nicht heilig und stellt sich dem Wirken des innewohnenden Geist Gottes zwangsläufig entgegen. Ich möchte an dieser Stelle nicht alle Gründe aufzählen, weshalb die Seele alle diese Altlasten des sündigen Lebens überwinden muss, das habe ich schon öfters in anderen Aufsätzen darzulegen versucht. Hier geht es mehr um eine Hilfeleistung für diejenigen, die die Notwendigkeit dieses Kampfes einsehen. Wer aber noch an deren Dringlichkeit zweifelt, der lese Röm. 8 und Jak. 2.

Der Nachfolger Jesu setzt alles daran, sein Fleisch zu überwinden. In einem vorhergehenden Aufsatz haben wir gesehen, was das Fleisch, also die Materie, ist. Es ist Geist, gerichteter und gefestigter Geist. Deshalb sind diese Einflüsse auf die Seele derart stark. Dieser noch sehr unreine Materie-Geist wirkt über die Nerven auf die Seele. Wenn wir dies verkennen, wenn wir dies nicht glauben, so ist alle unsere Mühe vergebens und sind diesen Einflüssen schutzlos ausgesetzt. Wenn wir aber den Feind erkennen, dann ist er schon halb besiegt.

Süchte und Begierden sind direkte Einflüsse von aussen. Diese Einflüsse können verschiedene geistige Ursache haben. Manchmal sind es Dämonen, manchmal unerlöste verstorbene Seelen und manchmal Naturgeister. Im Prinzip spielt das für uns, die wir gegen deren "Manipulationen" angehen, keine Rolle. Es genügt zu wissen, dass es geistige Wesen sind, welche und peinigen. Ihre Einwirkungen geschehen über die Gedanken.

Gedanken und Empfindungen

Diese zwei Begriffe gehören eng zusammen. Jedermann hat schon die Erfahrung gemacht, wie unkontrollierbar die Gedanken sind. Mache eine Konzentrationsübung, stelle Dir zum Beispiel einen x-beliebigen Gegenstand vor; zum Beispiel eine brennende Kerze. Versuche diese Kerzen in Gedanken zu halten, ohne abzuschweifen. Du wirst dies auf Anhieb wohl kaum zehn Sekunden schaffen, Du findest Dich plötzlich in total anderen Gedanken wieder. Oder eine andere Übung, die noch weit besser ist: Halte die Liebe zu Jesus in Deinem gedanklichen Vordergrund während dem Du mit irgendjemandem Dich unterhältst. Bitte Jesus um Seine Worte, wenn Du mit jemanden sprichst. (Diese Übung sollst Du Dir übrigens sehr zu Herzen nehmen, denn das ist Leben aus dem Geist pur)! Mache diese Übung gleich einige Male und dann lese weiter …

Also Du siehst, wie wenig Macht Du über Deine vermeintlich eigene Gedanken hast. Das ist deshalb, weil die Gedanken von aussen angestossen werden. Welche Arten von Gedanken Du erhältst, bestimmst aber Du selbst. Und hier kommen Deine Empfindungen ins Spiel. Die Empfindungen kommen aus Deinem Herzen und bedeuten Deine (Vor-)Liebe. Findest Du einen Gedanken gut, dann spiegelt dies Deine Liebe wider. Zum Beispiel kommt da nach einem üppigen Essen das Gedankenbild eines Eises. Bei den meisten Menschen geht dann etwa folgendes vor: 'Wau! Welch gute Idee! Das gönne ich mir, denn das letzte Mal war das Schokoladeneis mit den Nüssen so hervorragend! Oder das Vorletztemal, dasjenige mit den frischen Erdbeeren … usw, usw.'  Hier beginnt das Nachhängen des einen Gedankens und man malt sich die verschiedenen Situationen vor, auch die Situation mit dem Beisein der jeweiligen Personen. Dieser Gedanke mit der sympathischen und wohligen Empfindung setzt nun den heißen Wunsch ab, eine solche angenehme Situation noch einmal zu erleben. Dieses banale Beispiel ist ein Muster, wie Gedanken Empfindungen erzeugen. Wir bekommen meistens Gedanken, welche auch eine wohltuende Empfindung hervorrufen kann. So sind die Gedanken-Eingeber, also die Wesen selbst solche, die sich mit denselben Empfindungen ergötzen können. Raucher erfahren ja oftmals am Tage, wie wohltuend der eingesogene Rauch in der Lunge sich ausbreitet und welche Wohltat in der Bauchhöhle anschliessend verspürt wird.  So verhält es sich auch mit der Spielsucht, der Einkaufssucht, der Trinksucht, der Sexsucht, der Esssucht  und allen anderen Süchten. Erst der Gedanke, der die Empfindung animiert, dann die Empfindung, welche weitere Gedanken animieren. Und so geht das fort, bis es eben unkontrolliert eine seelische Gefangenschaft ergibt.

Diese Gefangenschaft ist auch dann vorhanden, wenn es nicht bis zur Tat kommt. Schon das Nachhängen und das phantasievolle Ausmalen von Gedanken mit den dazugehörenden angenehmen Empfindungen ist eine solche Gefangenschaft. Sie ist ebenso gefährlich wie wenn es zur sündigen Tat kommt. Denn schon das blosse Nachhängen dieser Gedanken lässt im Herzen eine Scheinwelt entstehen, welche meist mit der geistigen und materiellen Welt nichts mehr zu tun hat. Je nach Veranlagung flüchtet sich die Seele dann schnell einmal in diese Scheinwelt, wenn von aussen her Unannehmlichkeiten nahen.

Den Kampf aufnehmen

Nun also, wie nehmen wir den Kampf gegen diese Gedanken und deren Empfindungen auf, wie werden wir diesen Lustreizen los und wie erhalten wir die Göttliche Kraft, diese zu überwinden?

Am besten wir "arbeiten" auf zwei verschiedenen Ebenen. Ich habe damit einen wunderbaren Erfolg erlebt und kann das meinen geliebten Brüdern und Schwestern nur wärmstens empfehlen.

Zuerst gilt es, die üblen und verführerischen aufsteigenden Gedanken sofort zu erkennen. Noch bevor irgendeine so vertraut angenehme Empfindung sich regen kann, schalten wir um in das Bewusstsein der Heiligen Gegenwart Gottes in uns. Wir schalten um in den Gedanken: "Gottes Heilige Liebe ist jederzeit in uns. Christus lebt in meinem Herzen und  Er will es lauter und makellos erhalten, denn die Sphäre wo Er sich aufhält, muss und will rein sein." Dabei erzeugen wir die Empfindung der Dankbarkeit, weil Er nun der Urheber dieses Gedanken ist!

Dabei ist eine bewusste Gedankenkontrolle von großem Vorteil. Das kann und soll man durchaus üben. Kontrollierte und konzentrierte Gedanken haben auch eine stärkere Durchschlagskraft. Vor allem beim Beten erkennen wir, wie vorteilhaft kräftige Gedanken sind.

Die zweite Ebene des geistigen Kampfes ist eben kein Kampf mehr. Vielmehr ist es eine Segnung. Jesus hat uns gelehrt und dahin wirkt ja auch der innewohnende Geist Gottes, dass man die Feinde lieben soll. Da das Wort Gottes in alle Ewigkeit Gültigkeit hat und nicht nur auf unser materielles Leben beschränkt ist, so gilt das Gebot der Feindesliebe auch gegenüber den geistigen Wesen. Und gerade weil diese geistigen Wesen in ihrer Entwicklung noch weiter zurückliegen, so verdienen sie erst recht unsere Aufmerksamkeit und unsere Liebe.  Nicht nur Menschen, sondern auch unsichtbare Wesen, welche uns verfolgen, uns plagen, bestürmen und uns drangsalieren sollen wir im Gebet segnen und Gott um Licht für sie bitten. Dies ist ein Geistiger Auftrag, welche ungeahnte Auswirkungen hat. Von Grund auf böse Geister die uns in irgendeiner Form Leid zufügen wollen, können eine Segnung nicht aushalten. Sie sind der Finsternis gewohnt und leben in ihr, fühlen sich in der Dunkelheit wohl. Trifft sie nun plötzlich ein (oder hoffentlich viele) Lichtstrahlen, so entfernen sie sich blitzschnell. Aber sie werden diesen Lichttreffer niemals vergessen! Lebende Menschen zu segnen und lebende unsichtbare Geistwesen zu segnen ist dasselbe, es besteht kein Unterschied. Gott liebt auch die Wesen, welche in der Entwicklungsstufe noch in der Finsternis sind genauso wie die Kinder Gottes. Da Gott im Geiste ja in unseren Herzen lebt, so lieben auch wir diese Wesen gleichermassen. Wir bitten für sie und lassen sie unsere Liebe spüren. Auch sie harren im Grunde der Erlösung.

Das ist die Göttliche Liebe und diese Liebe siegt immer und überall. Auch unsere Schwächen, unsere Süchten und Begierden lassen sich nur durch die Liebe zu Gott überwinden. Und so bleibt es immer eine Gnade, auch wenn uns die vorerwähnte Gedankenkontrolle gute Dienste erweist. Die Überwindung der Welt, wofür wir ja von Ihm aufgerufen sind, ist immer Seine Kraft. "Seid getrost, ich habe die Welt überwunden," sagt Jesus und wenn Er in uns lebt, dann überwindet Er auch unsere Welt!

"Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat." (Röm. 8, 37)

"Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Throne zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron." (Offb. 3, 21)



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.


Mittwoch, 2. November 2011

Gottlosigkeit und Naturkatastrophen

"Was alles in der Welt soll denn das miteinander zu tun haben?" Werden sich wohl einige fragen. Aber dieser Aufsatz ist wohl nichts für erklärte Weltmenschen, denn diese werden die Beziehung zwischen der Gottlosigkeit und den immer häufiger auftretenden Wetterkapriolen nicht verstehen (können und wollen). Sie werden über das Folgende lachen.  Aber lachen ist ja bekanntlich gesund und ich wünsche allen Menschen die beste körperliche und seelische Gesundheit …

Nun, für uns aber, die wir die Welt mit offenen, das heißt mit geistigen Augen sehen, tut sich eine tiefe und interessante Wahrheit auf. Wir sehen bei diesem Thema einmal mehr, wie das Geistige und das materielle Leben ineinander greifen und die materielle von der Geistigen Welt abhängig ist. Um diese Abhängigkeit begreifen zu können, müssen wir aber zuerst erkennen, was die Materie eigentlich ist.

Was ist die Materie?

Vielleicht wird es Dich, mein lieber Freund, erstaunen, wenn ich Dir sage:

 Die Materie ist nichts anderes als Geist!

Als der Materie kleinstes Teil wird uns von den Physikern das Atom genannt. Doch sie selbst finden in einem Atom schon drei verschiedene kleinere Teile, Neutronen, Protonen und die Elektronen. Also ist es schon mal erwiesen, dass das kleinste materielle Teilchen nicht das Atom ist. Diese Atome, beziehungsweise deren Teile bestehen wieder aus Lichtatomen, deren Grösse aber tausendmal kleiner als die Protonen und Neutronen es sind. Und diese Lichtatome, sind nichts anderes als pur Geist. Allerdings sind diese munzigkleinen Geister(chen) nicht frei. Sondern gefangen und gefestigt. Der besseren Vorstellung halber, vergleiche es mit einer Schneeflocke. Diese ist so klein, dass Du sie von blossem Auge nicht siehst. Nimm aber einmal etwa hunderttausend davon und presse sie zusammen. Die einzelnen Flocken, vorher frei und unabhängig sind jetzt gefangen und gefestigt als Schneeball. Diese einzelnen Geisterchen sind aus der Seele Luzifers (Lichtengel) genommen. Ausführlicher habe ich das im Büchlein "Sieben Schritte zur Wiedergeburt" erklärt. Hier an dieser Stelle einfach nur soviel, die Materie stellt mit ihrem Gericht die erste Stufe des weisen Erlösungsplanes unseres Schöpfers für die einst gefallenen Wesen dar. Die Materie ist somit in ihrem Wesen noch ganz luziferisch, oder satanisch, wie Du willst, und somit ganz von diesem Gefallenen Lichtengel abhängig. Deshalb wird dieser im Wort Gottes als der "Fürst dieser Welt" bezeichnet. Auch im bekanten Kampf des Engel Michael mit Luzifer um den Leichnam Mose musste Michael unterliegen, weil diesem dem "Herrn der Materie" als Eigentum gehörte.

Die Materie ist ja nie konstant. Die Materie ist vergänglich und das aus dem Grunde, weil deren Bestandteile, eben die wenn auch ganz kleinen, geistigen Wesen gelöst werden und in ihrer Entwicklung voranschreiten. Diese Entwicklung geht dann von den Mineralien zum Pflanzenreich, von dort zum Tierreich und schlussendlich ist der Mensch endlich die Krone der Schöpfung, wenn die ausgebildete Seele die Freiheit erhält, selbst zu entscheiden, was sie will.

Nun, kehren wir zurück zu unserem Thema der Wetterkatastrophen. Dass das Wetter selbst nicht tote Materie sondern Geist ist, ersehen wir auch aus der Tatsache, dass Jesus dem Wetter geboten hat und dieses seinem Willen gehorchte. Aber nicht nur Ihm, sondern jedem Menschen, welcher im Geiste Gottes steht. Dabei geht es ja nicht um den Menschen, sondern um den Geist Gottes (im Menschen!). Und dieser Geist Gottes als der Christus steht weitaus höher in der Göttlichen Hierarchie als die gefangenen und gefestigten Geistwesen und deren übergeordneten Naturwesen oder Naturgeister, welche schon eine ausgeprägtere Intelligenz und grössere Freiheit haben. Diese Wesen aber sind wiederum unter Kontrolle und Führung von weiter entwickelten Wesen und das geht dann immer höher bis in die Heiligsten Sphären.

Und genau hier haben wir schon die Antwort auf unsere einfache Frage, wie Naturkatastrophen mit der Gottlosigkeit der Menschen zusammen hängt.

Wenn ein ganzes Volk nicht nach Gott fragt und allen Geboten zuwiderhandelt, dann entfernt sich der Geist Gottes immer mehr. Das heißt, er hat gar keine Möglichkeit mehr zu wirken, denn der Geist Gottes wird nur dann aktiv, wenn  eine Liebe zu Gott bei den Menschen vorhanden ist. Fehlt diese, so drängt sich Gott, oder eben der Geist Gottes, niemals auf und zwingt die Menschen nach den Geboten zu leben. Das ist die schon erwähnte Freiheit, welche der Krone der Schöpfung eigen ist. Die Situation in der heutigen Zeit ist ja eindeutig Gottlos. Die Nächstenliebe ist der Selbstliebe gewichen, die Zehn Gebote werden übertreten, wo es nur geht. Recht wird in Unrecht verdreht, die Wahrheit wird zur Lüge. Als Beispiel diene die Politik in Ost und West.

So kann es nicht verwundern, dass sich der Geist Gottes immer mehr zurückzieht und von Seinem Wirken nicht viel zu spüren ist. Wie heißt nun das treffende weltliche Bonmot?

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch

Etwa genauso geht es nun in dieser Welt zu und her. Die Materie-Geister und die niederen Naturgeister  können mehr und mehr und ungehindert ihr Unwesen treiben, angestachelt von der intelligenten bösen Geisterwelt. Aber noch ist es nicht ganz so schlimm. Es gibt noch viele Beter, viele gottesgläubige Menschen, die ein Bollwerk in der Geistigen Welt darstellen. Solange die Katze noch nicht ganz aus dem Haus ist, sind die Mäuse noch vorsichtig und getrauen sich noch nicht auf den Tisch, werden aber schon frecher und mutiger.

Genauso verhält es sich in der Welt der Naturgeister. Bleiben die Beter aus, werden sie mutiger und frecher und werden nicht mehr in die Schranken gewiesen. So werden Naturkatastrophen immer wahrscheinlicher und deren Ausmasse ebenfalls immer grösser, weil diese es sind, welche direkten Einfluss auf die Natur, Erdbeben, Stürme, Regen und so weiter haben.

Eine sehr interessante Parallele finden wir im 1.Mose 18, als Abraham mit Gott feilschte und ihn bat, Sodom zu verschonen, wenn nur fünfzig Gerechte in der Stadt wären. Aber es waren keine fünfzig, auch nicht fünfundvierzig, nicht vierzig, nicht dreissig, nicht zwanzig und auch keine zehn. Es waren keine Gerechte da, keine Beter. Deshalb sandte Gott das Gericht auf die Frevler und Gottlosen. Ist es heute anders? Nein, kein bisschen! Genauso ist es heute, nur die Gerechten, diejenigen, die Gott lieben, können das Gericht noch aufhalten.

Welche Konsequenzen folgen aus diesem Sachverhalt? Der Mensch hätte an sich Gewalt über die Natur(-Geister). Um aber die äußere Natur beherrschen zu können, muss er seine innere Natur beherrschen. Erst wenn er die Materie seines eigenen Leibes voll beherrscht und in der Zucht seines Geistes hält, so ist ihm auch die äußere Natur untertan.

Wie man nun diesen Kampf gegen die eigenen Begierden und Süchte erfolgreich führt, das erfahren wir im nächsten Aufsatz, am nächsten Mittwoch.



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.


Mittwoch, 26. Oktober 2011

Die Entrückung

Es kursieren viele Geschichten darüber, wie die Entrückung der gläubigen Christen stattfinden könnte. Viele Bücher, Filme und Predigten handeln von dem entsetzlichen Chaos, das entstehen könnte, wenn etwa gläubige Busfahrer, Lokomotivführer oder Piloten entrückt, das heißt plötzlich nicht mehr da sind.

Ob dieses schreckenerregende Szenario wirklich so eintreffen wird, da bin ich mir nicht so sicher. Könnte es nicht sein, dass am folgenden Sonntag nach der erfolgten Entrückung der Gottesdienst genauso besucht wird wie ehedem? Dass da gar keiner fehlt? Diese ketzerische Frage ist nicht ganz unbegründet, wenn wir uns vor Augen halten, was die erwartete Entrückung eigentlich genau ist.

Die Entrückung ist das Gegenteil von Pfingsten. An Pfingsten wurde der Heilige Geist ausgegossen in ein jedes Menschenherz. Je nach dem Grad der Liebe zu Gott wurde (und wird) die Seele mit dem Heiligen Geist erfüllt und diejenigen, denen die Liebe zu Gott alles und das weltliche Leben nichts mehr bedeutet, die erleben die volle Wiedergeburt aus dem Geiste. Bei denjenigen aber, welche von Gott nichts wissen wollen, bei denen ist der Geist Gottes wohl auch vorhanden, aber er kann keine Macht entfalten, er schläft sozusagen. Die einzige Ausdrucksform ist das Gewissen das dem Menschen eine Führung um und in der Ordnung Gottes zu leben und eine innere Orientierung über Recht und Unrecht gibt.

Durch das Gewissen  wird jedem Menschen ein geistiger, unsichtbarer Einfluss von den Himmlischen Mächten zuteil. Dadurch hat jeder Mensch die freie Wahl, welchen Einflüssen er folgen will, den weltlichen oder den Göttlichen. Wie wir ja in den vorhergehenden Aufsätzen gesehen haben, stehen hinter den Einflüssen (Gedanken- und Fantasiewelt) unsichtbare Geistwesen irgendwelcher Art.

Die Entrückung findet am Anfang der großen Drangsal statt. Jetzt kann man sich fragen, ob die Entrückung stattfindet weil darauf die Drangsal-Zeit mit all dem Unbill für die bekennenden Christen folgt, oder umgekehrt, die Drangsal-Zeit folgt weil die Entrückung stattgefunden hat?

Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach. Das zweite ist richtig. Ich sagte vorhin, die Entrückung ist das Gegenteil von Pfingsten. So wie an Pfingsten der Heilige Geist ausgegossen wurde, so zieht Gott den heiligen Geist wieder zurück. Es sind nicht Menschen, welche entrückt werden, sondern der Heilige Geist wird von der Erde weggenommen. Wenn nun eine reine Seele mit dem Heiligen Geist durchdrungen ist, so kann man sich denken, was mit ihr geschehen wird: sie wird entrückt. Wenn eine reine Seele mit dem Geiste Gottes durchdrungen ist, so ist auch der Leib geheiligt und durchgeistigt. Dieser gehört somit nicht mehr der Materie und braucht der Erde nicht mehr zurückgegeben zu werden.

Wenn nun die Entrückung stattgefunden hat, so findet sich kein Teil des Geistes Gottes mehr bei den Menschen. Mit anderen Worten, auch das Gewissen wird nicht mehr sein, und das bedeutet dann die Grosse Drangsal-Zeit oder die Grosse Trübsal. Stellen wir uns einmal vor wie sich die Menschen verhalten, wenn sie kein Gewissen mehr haben. Man kann das ja heute schon in Stadtteilen von ganz großen Städten beobachten, wo Drogen, Mord, Raub und Totschlag in den Ghettos herrscht, wo sich nicht mal die Polizei mehr hin getraut. Aber nicht nur von – eben gewissensloser – Bürgern geht die Gefahr aus, auch von Machthabern. Die werden dann noch mehr als heute schon, ihre Macht bis zum Äussersten ausspielen. Der Mensch ohne Gewissen wird zum Tier und es ist dann niemand mehr da, der diese Bestien in die Schranken weisen könnte. Diese Zeit wird verheerend sein.

Wer wird nicht entrückt?

Nun, nach dem Gesagten ist es nicht mehr schwierig, diese Frage zu beantworten. Wessen Seele nicht ganz durchdrungen ist vom Heiligen Geist, wer noch mit beträchtlichen Teilen an der Welt hängt, wird zurückbleiben müssen. Wer das Fleisch mit seinen Begierden, seinen Leidenschaften und seinen Gewohnheiten noch liebhat und ihm dient, der wird Pech haben.

Nicht wer sagt, er glaube an Jesus Christus, sondern wer glaubt, wird entrückt!

Wer der Liebe zur Welt nicht absagt, also wer noch den schönen Sinnesreizen ergeben ist wie feinstes Gourmet-Essen, Pop- und Modemusik, Markenkleider und Makeup, Fernseh- und andere Unterhaltung, Tanz, Rauchen, Sex, Komfort, und sagt, er glaube an die Erlösung durch Jesus, der glaubt nicht wirklich, sondern der sagt nur, dass er glaube. Der wahre Glaube hat Werke, denn ohne Werke ist der Glaube tot. Und die Werke im Glauben sind nun mal die, dass man Jesus nachfolgt, das Kreuz auf sich nimmt und die Welt überwindet.

Schaue mal in Deiner Glaubens-Gemeinde, wie viele Deiner Brüder und Schwester noch der Welt anhangen. Du siehst es meistens schon auf den ersten Blick oder hörst es aus den Gesprächen. Und dort, wo die Weltliebe nicht überwunden ist, dort herrscht auch noch immer der alte Trotz, Neid, Gier, und Hochmut. Dort, wo die Weltliebe noch nicht überwunden ist, fehlt ebenfalls die innerste Bereitschaft, das Kreuz auf sich zu nehmen, also die Mitmenschen zu ertragen, welche uns kritisieren, verleumden, Schuld zuschieben und so weiter. Dort, wo die Weltliebe noch nicht überwunden ist, kann der Geist Gottes die Seele nicht ganz durchdringen und kann ihr auch nicht das nötige Geistige Licht geben. Mit anderen Worten, es ist der Seele nicht möglich, die Geistigen Zusammenhänge richtig zu erkennen.

Es geht bei der Überwindung der Welt nicht so sehr darum ob man dies kann. Es geht vielmehr darum, ob man will. Wer einen Anfang gemacht hat und der Welt absagt, der stellt bald einmal fest, dass das nicht von heute auf morgen möglich ist. Nur wer ausharrt, wer mit festem Willen und im stetigen Gebet auf die tatsächlich erfolgende Hilfe des Geistes Gottes zählt, wird eines Tages die Welt völlig überwunden haben. Es ist aber dabei nicht so sehr das Ziel, sondern der Weg selbst, der zählt! Es ist der feste und konsequente Wille, welcher in den Augen Gottes zählt. Auf diesem schmalen Weg wird man oft fallen, aber ist der Wille zum Erreichen des Zieles fest, dann fällt man immer weniger und Jesus kommt einem auf halbem Weg entgegen und plötzlich ist man frei von den Altlasten des sündigen Lebens.

Es tut mir weh, wenn ich oft von bibelfesten Christen hören muss "Gott hat uns diese Welt gegeben wie sie ist, und deshalb dürfen wir uns darin erfreuen und sie geniessen". Wie kann man da an Jesus glauben und gleichzeitig Seine Worte ignorieren, dass man eben diese Welt überwinden muss?

Wenn Du in Deiner Glaubens-Gemeinde anfängst, Deine Brüder und Schwestern auf diese Tatsache aufmerksam zu machen, so wirst Du sehr schnell als "extrem" taxiert und wirst isoliert. Das passiert jedem. Aber nichts destotrotz ist es die Pflicht, den Finger auf den wunden Punkt zu legen. Oft dauert es dann eine geraume Zeit, bis das Licht in den (einigen) Herzen zu leuchten beginnt.

Willst Du entrückt werden?

Dann besinne Dich noch heute und folge Jesus mit aller Konsequenz nach. Nur bibellesen und nachplappern hilft nichts. Die Heiligung der Seele von den unreinen Überbleibseln des früheren sündigen Lebens ist angesagt, egal was die Mitmenschen dazu sagen. Liebe nur Gott allein, aber das aus Deinem ganzen Herzen, Deiner ganzen Seele und Deinem ganzen Gemüte. Liebe Deinen ungeduldigen und vorwitzigen Mitmenschen wie Dich selbst und nimm Dein persönliches Kreuz unter Danksagung auf Dich! Hast Du kein Kreuz, läuft alles bestens in Deinem Leben? Dann bitte Gott um ein Kreuz!



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.




Mittwoch, 12. Oktober 2011

Depressionen


"Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit einem Worte …" (Mt 8,16)

"Und als er seine zwölf Jünger herzugerufen hatte, gab er ihnen Gewalt über unreine Geister, um sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen …" (Mt 10,1)

"Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Örter, Ruhe suchend …" (Mat 12,43)

"Und er ruft die Zwölfe herzu; und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Gewalt über die unreinen Geister." (Mk 6,7)

"Denn unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern." (Eph6,12)


Das sind nur einige wenige Beispiele, wie Jesus das Zusammenleben vom Jenseits und Diesseits lehrt. Für Ihn macht es keinen Unterschied, nur, dass diese einen materiellen Leib haben, jene aber nicht. Der Unterschied, dass die eine Welt sichtbar und die andere Welt unsichtbar ist, ist nur bedingt wahr. Wem der Geist Gottes das Licht gibt, der kann auch die für die materielle Welt unsichtbare Geistige Welt sehen und sich darüber klar werden, wie ernst die Lage wirklich ist. Ernst deshalb, weil die Beherrscher der Finsternis kein Pardon kennen, weil diese Gewalten und Fürstentümer alles daran setzen, eine Seele mit allen Mitteln dem menschlichen Leiden und dem geistigen Tod preiszugeben.  Bekanntlich befinden wir uns in der (finalen) Endzeit und jetzt geht es den finsteren Mächten ums Ganze. Diese ziehen alle Register und ziehen alle und alles, wie es immer nur geht, in die Tiefe.

Welchen Erfolg der Finsternis beschieden ist, können wir tagtäglich in unserer nächsten Umgebung sehen.  Die heutige Zeit mit ihrem Stress und den wachsenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten haben ein neues Krankheitsbild geschaffen: Die Depression. Zwar ist dieses Krankheitsbild nicht neu, früher sagte man Melancholie oder Schwermütigkeit. Genau genommen ist aber die Depression auch keine Krankheit. Eine Behauptung, welche kein Arzt gelten lässt. Aber trotzdem, Depression kann keine Krankheit sein, diese ist dann erst die Folge, wenn auch die vermeintlichen leiblichen Krankheiten kaum nachgewesen werden können! Aber schön der Reihe nach.

Die Bezeichnung "Depression" sagt eigentlich schon alles. Depression heißt Druck. Materiell kann man diesen Druck nicht nachweisen, man kann ihn nicht messen, weil er kein körperlicher, sondern ein seelischer Druck ist. Dieser Druck ist nicht sichtbar und demzufolge ist er geistig und wirkt auf die Seele. Er wirkt schwer, drückt nach unten, was im Gemütsleben des Betroffenen sofort klar abzulesen ist. Seine Gedankenwelt ist negativ geprägt, er sieht in allem Schwarz. Er nimmt immer den worst-case an, also den schlimmsten Fall. Das sind die ersten Anzeichen dieser "Krankheit". 

Von der Depression Betroffene haben es nicht mit einigen unreinen Geistwesen zu tun, sondern mit Legionen. Es ist eine Vielzahl die auf der Seele lasten und ihr alle Ruhe und allen Frieden nimmt. Sie wird von aller Lebensenergie abgeschnitten, allem Interesse beraubt und in einer permanenten gedrückten Stimmung gehalten. Wer diesem inneren Druck nachgibt, das heißt, allen den negativen Gedanken nachhängt und in der gedrückten Stimmung sich dem Selbstmitleid hingibt, ist schon so viel wie verloren. Haben diese Wesen einmal die Seele soweit gebracht, dass sie dem Leben überdrüssig ist, keinen Sinn mehr im Leben erkennen kann und demzufolge jedem Ziel und Selbstwert beraubt ist, dann zeigt auch der Körper seine Reaktionen. Zum einen sind das Reaktionen die von aussen nicht erkannt und nachgewiesen werden können, wie der berühmte Kloss im Hals oder eine Enge im Brustkorb und zum andern sind die Folgen unter vielen anderen Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder vermeintliche oder tatsächliche Herzbeschwerden.

Der Kloss im Hals und die Enge im Brustkorb sind klare Zeichen, dass dies keine körperlichen Beschwerden, sondern Bedrängnisse geistiger Art sind. Demzufolge ist in diesem Falle auch die Schlafstörung und die Appetitlosigkeit kein körperliches Übel, sondern eine direkte Folge der Besetztheit und dem gezielten Einwirken von niederen geistigen Wesen.

Wie diesem Wirken der unreinen Geisterwelt Einhalt geboten werden kann, hat uns Jesus in einem interessanten Vers vermittelt:

"Und als er seine zwölf Jünger herzugerufen hatte, gab er ihnen Gewalt über unreine Geister, um sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen …" (Mt 10,1)
Jesus hat den Jüngern nicht die Kraft gegeben, Krankheiten zu heilen, er hat ihnen die Kraft und die Gewalt über die unreine Geisterwelt gegeben, diese den Betroffenen auszutreiben! Das war die Ursache für die Gesundung gewesen.

Unsere Schulmedizin ist hier in einer gewaltigen Irre. Das Geistige und das materielle Leben ist niemals zu trennen, was die Wissenschaft aber kaum wahrhalten kann, weil das Geistige für sie nicht existiert, mindestens nicht als etwas Reales. Dabei ist einzig die Geistige Welt real weil unabänderlich, die materielle Welt aber eine Täuschung, da in ihr nichts einen Bestand hat, sondern ohne Ausnahme alles veränderlich und vergänglich ist. Was aber keinen Bestand hat, kann auch nicht real sein!

Also, ungeachtet der weiteren körperlichen Symptome welcher ein depressiver Mensch hat, die Ursache ist immer dieselbe. Deshalb gibt es auch auf die Frage nach der Heilung nur eine Antwort.

Für den Betroffenen selbst ist es von größter Wichtigkeit, dass er den negativen Gedanken niemals nachhängt, damit die unreinen Wesen nicht gestärkt werden. Stattdessen ist das

Bewusstsein der stetigen Heiligen Gegenwart unseres Himmlischen Vaters

die einzige Medizin. Die Gegenwart Gottes, das ist Seine Liebe, die ist ohne Unterlass, zu jeder Zeit in einem jeden Menschen, denn ohne diese Liebe wäre das Leben absolut unmöglich. Jeder Atemzug, jeder Herzschlag zeugt von dieser Göttlichen Liebe. Jeden Tag einige Male für einige wenige Minuten sich diesen tröstlichen Gedanken hingeben wirkt wahre Wunder! Das gilt natürlich nicht nur für depressive Menschen! Als zweite Medizin sei die werktätige Liebe zum Nächsten erwähnt. Diese werktätige Hilfe muss nicht zwangsläufig natürlicher Art sein, schon ein guter Gedanke, ein Gebet für den Nächsten hilft, aus den eigenen Nöten loszukommen!

Für die Angehörigen von depressiven Menschen gilt es in erster Linie, Optimismus und Zuversicht für alle Aspekte des Lebens auszustrahlen.  Wenn diese in dem oft harten geistigen Kampf gegen die drückenden Wesen im Glauben führen, dann sei daran erinnert, dass Jesus einmal gesagt hat: "Diese Art aber fährt nicht aus, als nur durch Gebet und Fasten." (Mt 17,21)

Da die Patienten in einem oft tiefen Loch sind, das heißt von aller Lebensenergie abgeschnitten, so ist es vor allem bei den Angehörigen, für diese einzustehen. Sie müssen vor allem den Kampf wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern (mit den himmlischen Örtern sind die Herzen gemeint) führen wie die Jünger, welche ausgesendet wurden. Die Verantwortung liegt somit mehr bei den Angehörigen, als bei den von der Depression Betroffenen selbst.

Die Gewalt über die unreinen Geister erhält jeder Nachfolger Jesu. Es ist eine Geistesgabe, was so viel heißt, als wo der Geist Christi im Menschenherzen wirken kann, da ist diese Gabe unweigerlich vorhanden. Damit aber der Geist wachsen und wirken kann, das wissen die regelmässigen Leser dieser Aufsätze: Nur durch die Umkehr von der Liebe zur Welt zur Liebe zu Gott. Nur dann, wenn wir in dieser Welt Fremdlinge ohne Bürgerrecht geworden sind und der Weltgeist uns verlassen hat, kann der Geist Gottes in uns zum Segen der Nächsten tätig werden.

Da in unserer heutigen Gesellschaft der Geist Gottes nahezu kaum mehr vorhanden ist, ist auch die "Krankheit" der Depression in starkem Zunehmen begriffen. Diese Geistwesen finden kaum noch Widerstand.  Es ist ein Zeichen dieser finalen Endzeit, dass den unsichtbaren Mächten der Finsternis immer weniger Einhalt geboten wird. Dies wird noch so weitergehen bis zu dem Tag, wo der Geist Gottes von der Erde genommen wird (Entrückung) und dann dürfen sie für einige Zeit ihr Unwesen uneingeschränkt mit den Menschen treiben. Das ist dann die allerletzte, schrecklichste  Zeit. Was wir heute erleben, ist lediglich ein Vorgeschmack. Deshalb sollten wir jetzt, heute, ja in dieser Stunde die Gelegenheit wahrnehmen und den vielleicht schwierigsten Schritt im Leben unverzüglich machen: sich der Weltliebe konsequent und unwiderruflich entsagen.



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.